Bewertung:

Mary S. Lovells Biografie „A Rage to Live“ erforscht das Leben von Richard und Isabel Burton und geht auf ihre außergewöhnlichen Abenteuer und ihre komplexe Beziehung ein. Das Buch wird für seine gründliche Recherche und seine fesselnde Erzählweise gelobt, obwohl viele Rezensenten anmerkten, dass es zu lang sei und von einem strafferen Lektorat profitieren könnte. Außerdem vermissten einige Leser eine kritische Analyse von Richard Burtons Schriften.
Vorteile:⬤ Außergewöhnlich gut recherchierte und detaillierte Erkundung des Lebens von Richard und Isabel Burton.
⬤ Fesselnde Erzählung, die den Leser fesselt.
⬤ Beleuchtet die dynamische Beziehung zwischen Richard und Isabel und hebt ihre unterstützende Rolle hervor.
⬤ Bietet neue Einblicke und bisher unbekannte Informationen über ihr Leben.
⬤ Lovells Schreibstil wird als fesselnd und gut lesbar beschrieben.
⬤ Lovells Schreibstil wird als fesselnd und gut lesbar beschrieben. Das Buch ist lang und hätte nach Meinung vieler Rezensenten deutlich gekürzt werden können.
⬤ Die häufige Verwendung archaischer und obskurer Terminologie macht es für manche Leser schwierig.
⬤ Es fehlt eine eingehende Analyse von Burtons Schriften; sie werden oft erwähnt, aber nicht kritisch diskutiert.
⬤ Einige Leser empfanden die ausführlichen Fußnoten und langen Zitate als störend für den Fluss der Erzählung.
⬤ Einige Kritiken weisen darauf hin, dass die Voreingenommenheit der Autorin gegenüber Isabel Burton ihre Darstellung verzerrt haben könnte.
(basierend auf 51 Leserbewertungen)
A Rage to Live: A Biography of Richard and Isabel Burton
Ihre Ehe war sowohl unwahrscheinlich als auch unvermeidlich.
Isabel Arundell war ein Schulmädchen und der Spross einer der angesehensten katholischen Familien Englands. Als sie ihn zum ersten Mal bei einem Spaziergang in einem Seebad sah, hatte sich Richard Burton bereits einen Namen als Sprachwissenschaftler (er sprach neunundzwanzig Sprachen fließend), Gelehrter, Soldat und Entdecker gemacht - gleichzeitig ein Symbol für die Vision des viktorianischen Englands vom Weltreich und ein erklärter Rebell gegen dessen Sitten.
Als sie sich umdrehte und sah, wie er ihr nachstarrte, beschloss sie, ihn zu heiraten. Bei ihrem nächsten Treffen war Burton der erste Ungläubige, der als einer der Gläubigen nach Mekka eindrang, und bei einer Expedition zur Entdeckung der Nilquelle würde er bald der erste Weiße sein, der den Tanganjikasee sah. Nach ihrer Heirat reisten die Burtons durch die ganze Welt, von diplomatischen Posten in Brasilien und Afrika bis hin zu haarsträubenden Abenteuern in der syrischen Wüste.
In seinem späteren Leben sorgte Richard als selbsternannter Erotologe und Übersetzer des Kamasutra für weitere Kontroversen. Mary Lovell hat auf der Grundlage bisher nicht zugänglicher Archive eine fesselnde gemeinsame Biografie geschrieben, die Isabel als Burtons Ebenbürtige in Sachen Wagemut und Ausdauer und als faszinierende Persönlichkeit in den Mittelpunkt rückt.