Bewertung:

Diners, Dudes, and Diets von Dr. Emily Contois erforscht die Überschneidungen von Lebensmitteln, Männlichkeit und kulturellem Marketing und bietet eine zum Nachdenken anregende Analyse, die sowohl ein akademisches als auch ein allgemeines Publikum anspricht. Das Buch befasst sich mit dem Konzept des „Dude Food“ und seinen Auswirkungen auf die Esskultur und ist damit eine wichtige Quelle für das Verständnis von Geschlechterdarstellungen im Lebensmittelmarketing.
Vorteile:Das Buch ist ansprechend, gut geschrieben und aufschlussreich und bietet eine umfassende Analyse, die sowohl akademisch als auch zugänglich ist. Es führt einzigartige Konzepte wie die „Gender-Kontamination“ ein und untersucht verschiedene kulturelle Phänomene, wodurch es für Studenten und ein breiteres Publikum, das sich für Lebensmittelstudien, Gender Studies und Medien interessiert, relevant ist. Die Leserinnen und Leser schätzen den lebendigen Schreibstil und den zum Nachdenken anregenden Inhalt.
Nachteile:Einige Leser fanden das Buch akademischer als sie erwartet hatten, und es fehlte an schlüssigen Urteilen. In einigen Rezensionen wurde angemerkt, dass bestimmte Argumente subtil sein könnten oder für den Leser nicht immer offensichtlich sind. Es gibt auch eine kontrastierende negative Meinung, die das Buch für nicht druckwürdig hält und meint, es fehle ihm an aussagekräftigem Inhalt.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Diners, Dudes, and Diets: How Gender and Power Collide in Food Media and Culture
Bei dem Begriff "Dude Food" kommen einem wahrscheinlich eine Reihe von Bildern in den Sinn: unmöglich hoch gestapelte Burger mit einer Auswahl an Belägen, die früher selbst als Mahlzeit galten; verrückte Sportfans, die Platten mit radioaktiv heißen Flügeln verschlingen; gegrillte oder mit Speck umwickelte... alles Mögliche.
Aber hinter dem Phänomen des Dude Food steckt viel mehr als das, was auf dem Teller liegt. Das provokante Buch von Emily J. H.
Contois beginnt mit dem Dude selbst - einem Mann, der ein gewisses Maß an männlichen Privilegien besitzt, aber nicht den traditionellen Standards für wirtschaftlichen und sozialen Erfolg oder männliche Selbstbeherrschung entspricht. In den Nachwehen der Großen Rezession kollidierte die Männlichkeit von Männern mit Lebensmittelherstellern und -vermarktern, die verzweifelt nach neuen Kunden suchten.
Das Ergebnis war eine Welle neuer Diätlimonaden und -joghurts, die mit männerfreundlichen Stereotypen vermarktet wurden, eine Umgestaltung der Lebensmittelmedien und Abnehmprogramme nur für Männer. In einem Werk voller neuer Erkenntnisse über die zeitgenössischen amerikanischen Lebensmittelmedien und -kultur zeigt Contois, wie die geschlechtsspezifische Welt der Lebensmittelproduktion und des -konsums die Art und Weise, wie wir essen, beeinflusst hat und wie das Essen selbst im Mittelpunkt des Streits um unsere Identität steht.