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Edward S. Curtis and the North American Indian Project in the Field
Mick Gidley gibt einen intimen und informativen Einblick in das Leben des Fotografen Edward S. Curtis (1868-1952) und seiner Mitarbeiter, als sie sich auf die epische Suche nach der Dokumentation der traditionellen Kulturen der amerikanischen Ureinwohner im Westen der USA in Wort und Bild machten - Kulturen, die nach Curtis' Ansicht unweigerlich dem Untergang geweiht waren.
Curtis' Projekt wurde in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zum größten anthropologischen Unternehmen, das je in diesem Land unternommen wurde, und führte zu dem monumentalen Werk The North American Indian. Seine Veröffentlichung war ein Wendepunkt in der anthropologischen Erforschung der amerikanischen Ureinwohner und inspirierte den ersten Dokumentarfilm in Spielfilmlänge, populäre Zeitschriftenartikel, Bücher für junge Leser, Vorträge und Fotoausstellungen.
Curtis' Werk, das eine Fülle ethnografischer Informationen enthält, jedoch von Nostalgie durchdrungen ist und von der Annahme ausgeht, dass die amerikanischen Ureinwohner eine "aussterbende Ethnie" sind, war sowohl einflussreich als auch umstritten, und mit seiner Vision der amerikanischen Ureinwohner muss man auch heute noch rechnen. Gidley stützt sich auf Berichte und Überlegungen von Curtis und den Assistenten des Projekts, auf Erinnerungen von Familienmitgliedern von Curtis und auf Augenzeugenberichte von Zeitungsreportern, um einen noch nie dagewesenen Blick auf die anthropologische Feldforschung zu werfen, wie sie in dieser Zeit üblicherweise praktiziert wurde.
Er untersucht auch die Ansichten von Curtis und seinen Zeitgenossen über ihr Unternehmen und wie sowohl die amerikanischen Ureinwohner als auch die breite amerikanische Öffentlichkeit ihre Bemühungen wahrnahmen. Mick Gidley ist emeritierter Professor für amerikanische Literatur und Kultur an der Universität von Leeds.
Er ist der Autor mehrerer Bücher, darunter Edward S. Curtis and the North American Indian, Incorporated und Photography and the USA.