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A Best-Selling Hebrew Book of the Modern Era: The Book of the Covenant of Pinhas Hurwitz and Its Remarkable Legacy
Im Jahr 1797 veröffentlichte Pinḥas Hurwitz in der heutigen Tschechischen Republik das Buch des Bundes.
Eigentlich ein ausführlicher Kommentar zu einem kabbalistischen Text aus dem sechzehnten Jahrhundert, war Pinḥas' Publikation in Wirklichkeit ein Kompendium wissenschaftlichen Wissens und ein Handbuch für moralisches Verhalten. Seine Popularität beruhte auf seiner Fähigkeit, die wissenschaftlichen Fortschritte und den moralischen Kosmopolitismus seiner Zeit im Kontext der jüdischen rechtlichen und mystischen Tradition zu präsentieren.
Indem er die neuesten Entwicklungen in Wissenschaft und Philosophie in der heiligen Sprache Hebräisch beschrieb, vertrat Hurwitz die Ansicht, dass ein intellektuelles Verständnis des Kosmos nicht im Widerspruch zur spirituellen Verwirklichung steht, sondern sogar der Schlüssel dazu ist. In A Best-Selling Hebrew Book of the Modern Era bietet David Ruderman eine literarische und intellektuelle Geschichte von Hurwitz' Buch und seinem Vermächtnis. Hurwitz hat das Buch nicht nur geschrieben, sondern war auch maßgeblich an seinem Verkauf beteiligt, und sein Erfolg führte schließlich zur Veröffentlichung von mehr als vierzig Ausgaben auf Hebräisch, Ladino und Jiddisch.
Ruderman vermittelt ein mehrdimensionales Bild des Buches und der intellektuellen Tradition, die es mitbegründet hat. Ruderman widerlegt Darstellungen, die das moderne jüdische Denken als Produkt eines radikalen Bruchs mit einer religiösen, mystischen Vergangenheit betrachten, und zeigt, wie stattdessen eine komplexe Kontinuität die Auseinandersetzung der jüdischen Gesellschaft mit der Moderne prägte.