Bewertung:

Eine lange Nacht“ von Andrea Pitzer ist eine umfassende und beunruhigende Geschichte der Konzentrationslager auf der ganzen Welt, die nicht nur in den berüchtigten Nazilagern zu finden ist. Die Autorin verbindet akribische Recherchen mit persönlichen Geschichten, wodurch das Buch sowohl aufschlussreich als auch erschreckend ist. Während das Buch für seine gute Lesbarkeit und seinen Tiefgang gelobt wurde, bemängelten einige Rezensenten die eingeschränkte Abdeckung bestimmter Lager und Perspektiven.
Vorteile:Aufschlussreiche und erhellende Untersuchung der Geschichte der Konzentrationslager weltweit.
Nachteile:Gut recherchiert, mit starkem Einsatz von Einzelerzählungen, die den historischen Kontext personalisieren.
(basierend auf 31 Leserbewertungen)
One Long Night: A Global History of Concentration Camps
Eine bahnbrechende, eindringliche und zutiefst bewegende Geschichte der größten Tragödie der Moderne: der Konzentrationslager.
Seit über 100 Jahren gibt es irgendwo auf der Erde mindestens ein Konzentrationslager. Zunächst als Strategie auf dem Schlachtfeld eingesetzt, haben sich die Lager mit jedem Jahrzehnt weiterentwickelt, was das Ausmaß ihrer Auswirkungen und die grausame Praktikabilität betrifft, mit der die Regierungen sie eingesetzt haben. Selbst im einundzwanzigsten Jahrhundert, in dem wir uns immer noch mit dem Ausmaß und dem Schrecken des Holocausts auseinandersetzen, lehrt uns die Geschichte, dass wir unser eigenes feierliches Versprechen des „Nie wieder“ gebrochen haben.
In diesem erschütternden Werk, das auf Archivalien und Interviews während einer Reise in vier Kontinente basiert, legt Andrea Pitzer erstmals die chronologische und geopolitische Geschichte der Konzentrationslager offen. Beginnend mit dem Kuba der 1890er Jahre, zeigt sie Konzentrationslager in der ganzen Welt und über Jahrzehnte hinweg auf. Jahrhunderts auf den Philippinen und im südlichen Afrika bis hin zum sowjetischen Gulag und zu den Internierungslagern in China und Nordkorea während des Kalten Krieges wurden die Lagersysteme als Instrumente zur Umsiedlung von Zivilisten und zur politischen Unterdrückung eingesetzt. Oftmals als Maßnahme zum Schutz einer Nation oder sogar der internierten Gruppen selbst gerechtfertigt, haben Lager stattdessen als brutale und entmenschlichende Orte gedient, die Millionen von Menschen das Leben gekostet haben.
Auf der Grundlage exklusiver Zeugenaussagen, bahnbrechender historischer Forschungen und verblüffender Recherchen legt Andrea Pitzer die Wurzeln dieses entsetzlichen Phänomens frei, indem sie den erschütternden Tribut der Lager erforscht und offenlegt: unsere größten Grausamkeiten, die außergewöhnlichen Überlebenden und sogar die intimen, stillen Momente, die ebenfalls Teil des Lagerlebens im vergangenen Jahrhundert waren.
„Meisterhaft.“ -- Der New Yorker.
Ein Smithsonian Magazine Best History Book of the Year.