Bewertung:

Die Benutzerrezensionen heben Hans Urs von Balthasars „Eine Theologie der Geschichte“ als ein fesselndes theologisches Werk hervor, das die Geschichte eng mit der Menschwerdung Christi verknüpft und die Leserinnen und Leser auffordert, die Bedeutung der Geschichte durch eine theologische Linse neu zu überdenken. Balthasars Ansatz wird als herausfordernd und zugleich erhellend beschrieben, da er zu tiefem Nachdenken über das Wesen der Sünde und die Bedeutung der einzigartigen Rolle Christi in der Geschichte anregt.
Vorteile:Das Buch bietet tiefe Einblicke in die Beziehung zwischen Geschichte und Theologie und präsentiert eine einzigartige Perspektive auf die Rolle der Inkarnation beim Verständnis historischer Ereignisse. Die Leserinnen und Leser schätzen Balthasars Fähigkeit, zum Nachdenken anzuregen und konventionelle Ansichten zu überdenken, insbesondere in Bezug auf das Wesen der Sünde und die Bedeutung der Geschichte. Das knappe Format des Buches ermöglicht eine konzentrierte Lektüre und Beschäftigung und macht es trotz seiner Tiefe zugänglich.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser warnen, dass Balthasars Schriften dicht sein können und ein intensives Nachdenken erfordern; es ist keine leichte Lektüre und kann für diejenigen, die mit seinen theologischen Konzepten nicht vertraut sind, eine Herausforderung darstellen. Außerdem merken die Rezensenten an, dass dieses Buch nicht der beste Ausgangspunkt für diejenigen ist, die Balthasars Werke noch nicht kennen, da es ein gewisses Maß an Vertrautheit mit seinen Ideen voraussetzt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
A Theology of History
Der Mensch ringt seit langem mit dem Problem, einen Sinn in der Geschichte zu finden. Es ist nicht überraschend, dass Hans Urs von Balthasar als Christ den Sinn der Geschichte in Christus, ihrem Zentrum und Herrn, findet. Was uns überraschen und anregen mag, ist die theologische Meisterschaft, mit der von Balthasar die Auswirkungen der Herrschaft Christi auf das tägliche Leben des Christen nachzeichnet.
In diesem Buch finden wir eine der unverzichtbaren Quellen für das Verständnis des katholischen Christozentrismus von Balthasar. Hier finden wir eine Ausarbeitung der markanten Aussage, dass Jesus Christus "die konkret gewordene, persönliche, geschichtliche Idee: universale concretum et personale" ist - was bedeutet, dass Christus das universell Gültige im Hier und Jetzt ist. Charakteristisch für von Balthasar ist, dass das Buch sowohl spirituell inspiriert als auch theologisch informiert.
Von Balthasar folgt dem heiligen Irenäus in der Betrachtung der Theologie durch das Drama der Geschichte und stellt Jesus Christus als die Norm dar, nach der die gesamte Geschichte - die weltliche Geschichte ebenso wie die Heilsgeschichte - zu interpretieren ist. Als Gott ist Jesus die universale Norm für die gesamte Menschheit, die außerhalb der Geschichte steht; als Mensch wurde er in der Geschichte besonders. Indem wir versuchen, mit ihm eins zu werden, wird unsere eigene Geschichte sinnvoll, zielgerichtet und bedeutsam.