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Farris: Sacred Texts Paper
Die Japaner suchen seit langem Inspiration und Legitimation in den schriftlichen Aufzeichnungen ihrer alten Vergangenheit. Die Anpassung vergangener Epochen an zeitgenössische Agenden begann spätestens im frühen achten Jahrhundert, als die ersten Hofgeschichten, nämlich das Kojiki und das Nihon shoki, verfasst wurden.
Seit dem späten neunzehnten Jahrhundert haben Historiker diese Texte und andere schriftliche Zeugnisse ausgiebig ausgewertet und in den späten 1970er Jahren ihre spärlichen Quellen nahezu erschöpft. Zum Glück für alle, die an der Aufdeckung der Ursprünge der japanischen Zivilisation interessiert sind, haben Archäologen hart gearbeitet. Dank dieses Booms der Nachkriegsarchäologie sind die Historiker Japans heute so nah dran wie nie zuvor, das Leben der prähistorischen Bauern, der alten Fürsten und der mittelalterlichen Samurai zu rekonstruieren.
Sacred Texts and Buried Treasures (Heilige Texte und vergrabene Schätze) bietet wesentliche neue Einblicke in die frühe japanische Geschichte (100-800 n. Chr.) durch eine integrierte Diskussion von historischen Texten und archäologischen Artefakten. Er vertritt die Auffassung, dass die reichen archäologischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte es den Wissenschaftlern erlauben, weitaus befriedigendere Interpretationen des alten Japan zu entwickeln, als es möglich war, als sie noch stark von schriftlichen Quellen abhängig waren.