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Feminism and the Politics of Resilience: Essays on Gender, Media and the End of Welfare
In diesem kurzen und provokativen Buch entwickelt die Kulturwissenschaftlerin Angela McRobbie eine dringend benötigte feministische Darstellung des Neoliberalismus. Sie hebt hervor, wie Populärkultur und Medien aktiv das kulturelle Imaginäre für soziale Polarisierung produzieren und aufrechterhalten, und zeigt, wie ein erheblicher Druck auf Frauen ausgeübt wird, nicht nur erwerbstätig zu sein, sondern das Arbeitsleben zu priorisieren. Sie wendet sich mit Nachdruck gegen die "Gatekeeper" der Medien, die das zeitgenössische Frau-Sein durch Bloßstellung und öffentliche Beschämung prägen, und widmet besondere Aufmerksamkeit dem endemischen Charakter des Anti-Welfarismus, der sich an Frauen richtet und damit den Spielraum für feministische Solidarität einschränkt.
In dieser theoretisch reichhaltigen und tiefgreifenden Analyse aktueller kultureller Prozesse führt McRobbie eine Reihe von Konzepten ein, darunter die "visuelle Mediengouvernementalität" und das Drängen von Frauen zur Arbeit als "empfängnisverhütende Beschäftigung". Indem sie eine Triage von Ideen als "perfekte-unvollkommene-Resilienz" in den Vordergrund stellt, vermittelt McRobbie einige der wichtigsten Mittel, mit denen der Konsumkapitalismus versucht, die von den neuen Feminismen ausgehenden Bedrohungen zu bewältigen. Sie schlägt vor, dass "Resilienz" als Kompromiss auftaucht, wenn der knallharte Neoliberalismus die Option einer Rückkehr zum liberalen Feminismus anbietet.
Feminism and the Politics of Resilience ist eine lebendige und vernichtende Kritik und ein dringend notwendiger Weckruf. Es ist eine unverzichtbare Lektüre für Studierende und Wissenschaftler der Kulturwissenschaften, der Medien, der Soziologie sowie der Frauen- und Geschlechterforschung.