Bewertung:

Das Buch bietet eine akademische Untersuchung der Kreativwirtschaft und ihrer Auswirkungen auf Einzelpersonen im Kreativsektor, insbesondere unter dem Neoliberalismus seit den 1990er Jahren. Es untersucht die sich verändernde Natur der Arbeit, der Selbstständigkeit und der sozioökonomischen Dynamik, die die Kreativwirtschaft beeinflusst, und bietet Einblicke, die einige Leser als tiefgründig empfinden, während andere meinen, sie seien zu komplex und nicht für ein allgemeines Publikum geeignet.
Vorteile:⬤ Gut recherchierte Erkenntnisse
⬤ tiefgreifende Analyse der Kreativwirtschaft
⬤ gut für Leser mit akademischem Interesse
⬤ klarer Schreibstil
⬤ relevante Untersuchung der neoliberalen Auswirkungen auf die kreative Arbeit.
⬤ Irreführender Titel und Umschlag, die einen praktischen Leitfaden suggerieren
⬤ nicht für allgemeine Leser geeignet, die nach Selbsthilfe suchen
⬤ akademisch dicht
⬤ es fehlt an konkreten, umsetzbaren Ratschlägen
⬤ einige Leser fanden die Schlussfolgerungen entmutigend.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
Be Creative: Making a Living in the New Culture Industries
In diesem spannenden neuen Buch zeichnet Angela McRobbie den „euphorischen“ Moment der neuen Kreativwirtschaft nach, der in den Blair-Jahren im Vereinigten Königreich an Bedeutung gewann, und betrachtet ihn aus der Perspektive der heutigen Erfahrungen mit wirtschaftlicher Sparsamkeit und Unsicherheit in Bezug auf Arbeit und Beschäftigung.
McRobbie bringt einige kühne Argumente über die Inszenierung der Kreativwirtschaft als eine Form der „Arbeitsreform“ vor; sie schlägt vor, dass das Dispositiv der Kreativität ein fein abgestimmtes Instrument ist, um die erweiterten, jugendlichen städtischen Mittelschichten an eine Zukunft der Arbeit ohne das Bündel von Ansprüchen und Sicherheiten zu gewöhnen, die frühere Generationen in der sozialdemokratischen Nachkriegszeit mühsam errungen hatten.
Aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive betrachtet McRobbie den Widerstand als „Fluchtlinie“ und zeigt, was in der neuen Politik der Kultur und Kreativität auf dem Spiel steht. Sie analysiert prägnant die „Projektarbeit“ als Verkörperung der Zukunft der Arbeit und stellt die Frage, wie Menschen, die sich auf dieser Grundlage zusammenfinden, stärkere und schützende Organisationen und Vereinigungen entwickeln können. In das Buch sind Auszüge aus Interviews mit Künstlern, Stylisten, Modedesignern, politischen Entscheidungsträgern und Sozialunternehmern eingestreut.