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Feminist Surveillance Studies
Fragen des Geschlechts, der Ethnie, der Klasse und der Sexualität wurden in der Überwachungsforschung bisher weitgehend unberücksichtigt gelassen. Die Autorinnen und Autoren dieser wegweisenden Sammlung greifen diese Fragen auf und geben damit neue Wege für die Analyse von Überwachung vor.
Sie nutzen die feministische Theorie, um aufzuzeigen, auf welche Weise Überwachungspraktiken und -technologien mit systemischen Formen der Diskriminierung verbunden sind, die der Normalisierung von Weißsein, Körperlichkeit, Kapitalismus und Heterosexualität dienen. In den Aufsätzen werden u. a.
die Auswirkungen der patriarchalischen Überwachung im kolonialen Nordamerika, der Überwachung zur Eindämmung des Frauenhandels und der Sexarbeit, der Darstellung von Frauen als Akteurinnen bei der Erstellung von Bildern, die ihre Körper in den sozialen Medien zeigen, der Ganzkörperscanner an Flughäfen und der Diskussion in den Mainstream-Medien über Ehrenmorde in Kanada und die damit einhergehende Überwachung muslimischer Körper diskutiert. Anstatt Argumente darüber aufzuwärmen, ob Überwachung die Sicherheit des Staates gewährleistet oder nicht, untersuchen die Autorinnen, was Überwachung ausmacht, wer überwacht wird, warum und zu welchen Kosten.
Die Arbeit füllt eine Lücke in der feministischen Wissenschaft und zeigt, dass Geschlecht, Ethnie, Klasse und Sexualität im Mittelpunkt jeder Studie über Überwachung stehen sollten. Mitwirkende. Seantel Ana s, Mark Andrejevic, Paisley Currah, Sayantani DasGupta, Shamita Das Dasgupta, Rachel E.
Dubrofsky, Rachel Hall, Lisa Jean Moore, Yasmin Jiwani, Ummni Khan, Shoshana Amielle Magnet, Kelli Moore, Lisa Nakamura, Dorothy Roberts, Andrea Smith, Kevin Walby, Megan M. Wood, Laura Hyun Yi Kang.