Bewertung:

Das Buch „Cultural Perspectives on Abortion“ von William R. LaFleur bietet eine nuancierte Untersuchung der Abtreibung im Kontext der japanischen Kultur und des Buddhismus. Es ist gut recherchiert und bietet wertvolle Einblicke für Leser, die an diesem Thema interessiert sind, insbesondere für diejenigen, die sich mit dem Gesundheitswesen und spirituellen Praktiken in Japan befassen. Die unvoreingenommene Haltung der Autorin regt zum Nachdenken über unterschiedliche kulturelle Standpunkte zu Leben und Tod an.
Vorteile:⬤ Bietet eine einzigartige und interessante Perspektive auf die Abtreibung, insbesondere im Kontext der japanischen Kultur und des Buddhismus.
⬤ Gut recherchiert mit ethnographischer Feldforschung und Fallstudien.
⬤ Behandelt ein sensibles Thema mit Einsicht und Sensibilität, ohne in der amerikanischen Abtreibungsdebatte Partei zu ergreifen.
⬤ Spricht sowohl Abtreibungsbefürworter als auch Abtreibungsbefürworter an und regt zum kritischen Denken an.
⬤ Unterhaltsam zu lesen und gut strukturiert, passend zum effektiven Vortragsstil des Autors.
⬤ Einige Leser könnten Aspekte der Argumentation als herausfordernd oder unangenehm empfinden.
⬤ Die Komplexität des Themas erfordert möglicherweise eine sorgfältige Lektüre und Kontemplation, um die dargelegten Punkte vollständig zu erfassen.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Liquid Life: Abortion and Buddhism in Japan
Warum sollte ein Land, das stark von der buddhistischen Ehrfurcht vor dem Leben geprägt ist, legalisierte und weit verbreitete Abtreibungen zulassen? Ebenso rätselhaft ist für viele Westler die japanische Praxis der Mizuko-Riten, bei denen die Eltern abgetriebener Föten für das Wohlergehen dieser verworfenen „Leben“ beten.
In dieser provokativen Untersuchung untersucht William LaFleur die Abtreibung als ein Fenster zur Kultur und Ethik Japans. Gleichzeitig leistet er einen Beitrag zur westlichen Abtreibungsdebatte, indem er untersucht, wie die Japaner ihre widersprüchlichen Emotionen im Privaten lösen und die Pro-Life/Pro-Choice-Politik vermeiden, die die Amerikaner in dieser Frage stark spaltet.