Bewertung:

Das Buch bietet einen aufschlussreichen und umfassenden Einblick in die Realität der Teenagerschwangerschaft, stellt gängige Missverständnisse in Frage und bietet wertvolle Perspektiven für Fachleute und Befürworter in diesem Bereich.
Vorteile:Bietet tiefe Einblicke in Teenagerschwangerschaften, trägt dazu bei, Mythen über Teenagermütter zu zerstreuen, wird Fachleuten des öffentlichen Gesundheitswesens und Pädagogen empfohlen und gilt neben anderen bemerkenswerten Werken als ein Meisterwerk.
Nachteile:Erfordert möglicherweise die vorherige Lektüre anderer verwandter Werke, um die Argumente vollständig zu verstehen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Dubious Conceptions: The Politics of Teenage Pregnancy
Während ihr kleiner Sohn in der Kindertagesstätte auf der anderen Straßenseite spielt, sitzt Michelle, ein unverheirateter Teenager, in der Algebra-Klasse und hofft, als erstes Mitglied ihrer Familie die High School abzuschließen. Wird die Mutterschaft diese junge Frau ärmer machen? Wird sie die Vereinigten Staaten als Nation ärmer machen? Das ist es, was die Stimmen, die sich gegen "Babys, die Babys haben" aussprechen, uns glauben machen wollen, und was viele Amerikaner zu glauben geneigt sind. Dieses kraftvolle Buch führt uns hinter die Stereotypen, die aufgeheizte Rhetorik und die überdrehten Mediensoundbites, um uns die komplexe Realität und die beunruhigenden Wahrheiten über Teenager-Mütter im heutigen Amerika zu zeigen.
Würde es Sie überraschen zu erfahren, dass Michelle eher weiß als afroamerikanisch ist? Dass sie höchstwahrscheinlich achtzehn oder neunzehn Jahre alt ist - also volljährig? Dass Mütter im Teenageralter heute nicht häufiger anzutreffen sind als im Jahr 1900? Dass zwei Drittel von ihnen von Männern geschwängert wurden, die älter als zwanzig sind? Kristin Luker, Autorin des hochgelobten Buches Abortion and the Politics of Motherhood (Abtreibung und die Politik der Mutterschaft), räumt ein für alle Mal mit einigen weit verbreiteten Irrtümern über unverheiratete Mütter von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart auf. Sie zeichnet nach, wie es dazu kam, dass junge Mütter verteufelt wurden, und untersucht die tiefgreifenden sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen, die die Debatte über dieses Thema insbesondere seit den 1970er Jahren beeinflusst haben. Jahrhunderts lenkten die Reformer die Aufmerksamkeit der Menschen auf die sozialen Missstände, die unverheiratete Teenager dazu brachten, schwanger zu werden; heute hat sich der Kreis fast geschlossen und die sozialen Missstände werden auf sexuell unverantwortliche Teenager geschoben.
Dubious Conceptions stellt uns die jungen Frauen vor, über die so viel geschimpft wird. Auf diesen Seiten hören wir Mütter im Teenageralter aus dem ganzen Land, die über ihr Leben, ihre Prüfungen und ihre Versuche, einen Sinn in der Mutterschaft zu finden, sprechen. Das Buch gibt auch denjenigen ein menschliches Gesicht, die sie kritisieren, und zeigt uns, warum sich der öffentliche Zorn auf eine der verletzlichsten Gruppen der Gesellschaft gelegt hat. Luker hat ein Gespür für die Ängste und die Verwirrung, die diesen Zorn schüren, und für die ungewisse Zukunft, die Teenager-Mütter und ihre Kinder vor sich haben. Er macht deutlich, was wir als Nation riskieren, wenn wir die Teenager-Schwangerschaft nicht als das erkennen, was sie ist: ein Symptom, nicht die Ursache der Armut.