Bewertung:

Das Buch befasst sich mit den umstrittenen Debatten über die Sexualerziehung in Amerika und bietet eine nuancierte Erkundung der unterschiedlichen Standpunkte. Während viele Rezensenten die fesselnde Schreibweise des Buches und die faire Darstellung verschiedener Perspektiven lobten, kritisierten einige seine Einschränkungen und angeblichen Vorurteile.
Vorteile:⬤ Ansprechende und gut recherchierte Texte
⬤ faire Darstellung verschiedener Perspektiven
⬤ gutes Referenzmaterial
⬤ zum Nachdenken anregende Diskussionen
⬤ ausgezeichnete Preisgestaltung.
⬤ Begrenzte Perspektive, die sich überwiegend weiß und heterozentrisch anfühlt
⬤ kann entscheidende Themen wie die Behandlung von Homosexualität übersehen
⬤ einige Leser finden die Struktur der Argumente unangemessen
⬤ Kritik an der zu starken Vereinfachung und dem Rückgriff auf die Standpunkte von Extremisten
⬤ mögliche Voreingenommenheit bei der Darstellung konservativer Standpunkte.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
When Sex Goes to School: Warring Views on Sex--And Sex Education--Since the Sixties
Die renommierte Soziologin Kristin Luker begleitete zwei Jahrzehnte lang Eltern in vier amerikanischen Gemeinden, die sich in einem leidenschaftlichen Kampf um Ideen und Werte befanden. When Sex Goes to School erforscht einen Konflikt, bei dem viel auf dem Spiel steht - trügerisch einfach und schmerzhaft persönlich.
Für diese Eltern geht die Frage, wie ihre Kinder über Sex unterrichtet werden sollen, viel tiefer als Politik, Religion oder sogar Freundschaft. „Das Drama dieses Buches besteht darin, den außergewöhnlich nachdenklichen Luker dabei zu beobachten, wie er versucht, (die Sexualerziehung) herauszufinden“ (Judith Shulevitz, New York Times Book Review).
Dabei zeichnet Luker auch die Ursprünge der Sexualerziehung von der Hygienebewegung der Jahrhundertwende über die ehebesessenen 1950er Jahre bis hin zu den sexuellen und geschlechtsspezifischen Umwälzungen der 1960er Jahre nach. Ihre unerwarteten Schlussfolgerungen machen es unmöglich, die Überschneidungen zwischen dem Privaten und dem Politischen auf dieselbe Weise zu betrachten.