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Women and Confucian Cultures in Premodern China, Korea, and Japan
Dieser Band stellt eine beispiellose Zusammenarbeit zwischen internationalen Wissenschaftlern aus Asien, Europa und den Vereinigten Staaten dar und schreibt die Geschichte Ostasiens neu, indem er die umstrittene Beziehung zwischen Konfuzianismus und Frauen neu überdenkt. Die Autoren erörtern die Abwesenheit von Frauen in der kanonischen Tradition des Konfuzianismus und untersuchen die Präsenz von Frauen in Politik, Familie, Bildung und Kunst im vormodernen China, Korea und Japan.
Daraus ergibt sich ein Konzept des Konfuzianismus, das die Kulturen der ostasiatischen Gesellschaften nicht monolithisch, sondern dynamisch prägt. Als Lehrerinnen, Mütter, Schriftstellerinnen und Herrscherinnen waren die Frauen aktive Akteure in diesem Prozess. Diese Frauen waren weder Rebellen noch Opfer, sie nahmen Aspekte der offiziellen Normen an, während sie sich anderen widersetzten.
Die Aufsätze vermitteln ein aussagekräftiges Bild davon, was es bedeutete, eine Frau zu sein und das Leben einer Frau in einer Vielzahl von sozialen Kontexten und historischen Umständen zu leben. Dieses provokante Buch stellt die herkömmliche Vorstellung vom Konfuzianismus als einer unterdrückerischen Tradition, die Frauen zum Opfer machte, in Frage und entlarvt ihn als modernes Konstrukt, das die soziale und kulturelle Geschichte Ostasiens vor dem 19.