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Against the Closet: Black Political Longing and the Erotics of Race
In Against the Closet hinterfragt Aliyyah I. Abdur-Rahman die Interpretationen von Kulturtheoretikern zur sexuellen Transgression in der afroamerikanischen Literatur und stellt sie in Frage.
Sie argumentiert, dass schwarze Schriftsteller von der Mitte des 19. bis zum 20. Jahrhundert Darstellungen erotischer Überschreitung verwendeten, um populäre Theorien über Identität, Pathologie, nationale Zugehörigkeit und rassische Unterschiede in der amerikanischen Kultur zu hinterfragen.
Durch die Verknüpfung von Metaphern sexueller Überschreitung mit bestimmten historischen Epochen erklärt Abdur-Rahman, wie Tropen wie Sadomasochismus und Inzest die Psychodynamik bestimmter rassischer Verletzungen beleuchteten und Formen sozialer Reparatur und politischer Wiedergutmachung vorschlugen, von der Zeit der Sklaverei über die Zeit nach der Rekonstruktion und die Bürgerrechts- und Black-Power-Bewegungen bis zum späten 20. Abdur-Rahman bringt schwarze feministische, psychoanalytische, rassenkritische und poststrukturalistische Theorien auf literarische Gattungen von Sklavennarrativen bis zu Science Fiction.
Anhand von Werken afroamerikanischer Schriftsteller wie Frederick Douglass, Pauline Hopkins, Harriet Jacobs, James Baldwin und Octavia Butler zeigt sie, wie literarische Darstellungen transgressiver Sexualität die Sehnsucht der Afroamerikaner nach individueller und kollektiver Freiheit zum Ausdruck bringen. Abdur-Rahman behauptet, dass diese Darstellungen für die Entwicklung afroamerikanischer literarischer Ausdrucksformen, politischer Interventionen und kultureller Selbstgestaltung von grundlegender Bedeutung waren.