
Interpreting Justice: Ethics, Politics and Language
In dieser zeitgemäßen Studie untersucht Inghilleri die Schnittstelle zwischen Ethik, Sprache und Politik während des Dolmetschens mit Bezug auf zwei besondere Schauplätze transnationaler Konflikte: den politischen und juristischen Kontext der Asylentscheidung und den geopolitischen Kontext des Krieges.
Das Buch charakterisiert die sozialen und moralischen Räume, in denen die Übersetzung des gesprochenen Wortes stattfindet, auf eine Art und Weise, die die Realitäten der transnational konstituierten, lokal und global informierten Umgebungen widerspiegelt, in denen Dolmetscher neben anderen Fachleuten arbeiten. Eines der Kernargumente ist, dass der eher eingeschränkte Begriff der Neutralität, der für die Praxis von Übersetzern und Dolmetschern nach wie vor von zentraler Bedeutung ist, die komplexe und paradoxe Natur dieser sozial und politisch eingeschriebenen Begegnungen und anderer ähnlicher Begegnungen nicht angemessen widerspiegelt.
Inghilleri zielt darauf ab, die moralischen, sozialen und interaktionellen Räume, in denen die Übersetzung des gesprochenen Wortes stattfindet, in einer Weise zu charakterisieren, die die Realitäten der transnational konstituierten, lokal und global geprägten Umgebungen, in denen Dolmetscher arbeiten, widerspiegelt. Diese Studie bietet eine alternative theoretische Perspektive auf Sprache und Ethik zu denjenigen, die die Theorie und Praxis des Übersetzens und Dolmetschens in den letzten Jahren geprägt und informiert haben.