Bewertung:

Das Buch „Ghosts of Home: The Afterlife of Czernowitz in Jewish Memory“ (Gespenster der Heimat: Das Nachleben von Czernowitz in der jüdischen Erinnerung) bietet eine detaillierte Untersuchung der historischen und kulturellen Bedeutung der Stadt Czernowitz, die sich mit ihrem reichen jüdischen Erbe und den Auswirkungen des Holocausts befasst. Durch interdisziplinäre Ansätze, persönliche Zeugnisse und historische Fakten schaffen die Autoren eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und beleuchten die Erinnerungen und Erfahrungen der jüdischen Gemeinde. Das Buch ist eine wichtige Quelle für das Verständnis eines vergessenen, aber bedeutenden Teils der europäisch-jüdischen Geschichte.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und wissenschaftlich fundiert
⬤ bezieht persönliche Zeugnisse und mündliche Überlieferungen mit ein
⬤ liefert eine reichhaltige Erzählung, die die Komplexität der Kultur und Geschichte von Czernowitz erforscht
⬤ nützlich für Leser, die sich für jüdische Erinnerung und europäische Geschichte interessieren
⬤ verbindet historische Analyse mit persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen
⬤ empfohlen für Reisende nach Czernowitz als Quelle der Inspiration.
⬤ Einigen Abschnitten mangelt es an Fokus, wie z.B. den Verweisen auf Internetseiten in Kapitel 11, die von einem detaillierten Anhang profitieren könnten
⬤ die Behandlung bestimmter Ghetto-Erzählungen erscheint uneinheitlich
⬤ Verweise auf Familientreffen könnten dem wissenschaftlichen Ton abträglich sein
⬤ könnten für Leser, die mit dem historischen Kontext nicht vertraut sind, überwältigend sein.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Ghosts of Home: The Afterlife of Czernowitz in Jewish Memory
In der heutigen Ukraine, östlich der Karpaten, gibt es eine unsichtbare Stadt.
Bekannt als Czernowitz, das „Wien des Ostens“ unter dem Habsburgerreich, verschwand diese lebendige jüdisch-deutsche osteuropäische Kultur nach dem Zweiten Weltkrieg - und doch lebt eine idealisierte Version weiter, die in den Erinnerungen ihrer verstreuten Bewohner lebt und an ihre Kinder weitergegeben wird wie ein kostbares und heimgesuchtes Erbstück. In dieser originellen Mischung aus Geschichte und kommunalen Memoiren zeichnen Marianne Hirsch und Leo Spitzer das Überleben der Stadt im persönlichen, familiären und kulturellen Gedächtnis auf.
Sie finden Beweise für eine kosmopolitische Kultur mit nostalgischen Überlieferungen - aber auch für Unterdrückung, zerbrochene Versprechen und die Schatten des Holocaust in Rumänien. Hirsch und Spitzer legen den ersten historischen Bericht über das jüdische Czernowitz in englischer Sprache vor und bieten eine tiefgründige Analyse des Nachhalls der Erinnerung über Generationen hinweg.