
Democratizing Global Justice
Das Spannungsverhältnis zwischen Demokratie und Gerechtigkeit beschäftigt die politischen Theoretiker schon lange. Institutionen, die verfahrenstechnisch demokratisch sind, treffen nicht unbedingt inhaltlich gerechte Entscheidungen.
Democratizing Global Justice zeigt, dass sich Demokratie und Gerechtigkeit in der Global Governance gegenseitig verstärken können - einem Bereich, in dem es an beidem auffallend mangelt - und dass globale Gerechtigkeit tatsächlich eine globale Demokratisierung erfordert. Diese neuartige Rekonzeptualisierung der problematischen Beziehung zwischen globaler Demokratie und globaler Gerechtigkeit unterstreicht die Rolle inklusiver deliberativer Prozesse. Diese Prozesse können die Akteure befähigen, die notwendig sind, um zu bestimmen, was Gerechtigkeit bedeuten soll und wie sie in einem bestimmten Kontext umgesetzt werden soll.
Zu den wichtigsten Akteuren gehören die Bürger und die Armen der Welt und nicht nur die Staaten, sondern auch internationale Organisationen und Interessengruppen, die im Bereich der globalen Governance tätig sind. Die Argumentation basiert auf dem Entscheidungsprozess, der zur Verabschiedung der Ziele für nachhaltige Entwicklung führt, und auf der Klimagovernance, die sich mit Fragen der Klimagerechtigkeit befasst.