Bewertung:

Das Buch zeigt Gordon Parks' berühmten Fotoessay über die Favelas von Rio de Janeiro und konzentriert sich dabei besonders auf die Familie da Silva und ihren Sohn Flavio. Es enthält Essays, in denen die Hintergründe der Fotos und die Bedeutung, die sie hatten, erläutert werden, sowie einen visuellen Vergleich mit ähnlichen Fotos aus Harlem. Die Produktionsqualität wird gelobt, aber es gibt einen kleinen Kritikpunkt bezüglich der Anordnung der Bildunterschriften.
Vorteile:Die Fotos sind bemerkenswert und wunderschön reproduziert und erzählen eine fesselnde Geschichte. Das Buch enthält aufschlussreiche Essays, die das Verständnis für den Kontext des Fotoessays bereichern. Die Produktionsqualität ist tadellos.
Nachteile:Die Bildunterschriften sind nicht direkt mit den Bildern verbunden, so dass der Leser auf die Rückseite des Buches blättern muss, um Referenzen zu finden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Gordon Parks: The Flavio Story
Die außergewöhnliche Geschichte eines Life-Fotoessays von Gordon Parks und seine Auswirkungen
Dieses Buch befasst sich mit einer einst populären Fotostory von Gordon Parks und der außergewöhnlichen Kette von Ereignissen, die sie auslöste. Sie wurde im Juni 1961 in der Zeitschrift Life unter dem Titel „Poverty: Freedom's Fearful Foe“ (Der furchterregende Feind der Freiheit) veröffentlicht wurde, porträtierte dieser einfühlsame Fotoessay die Familie da Silva, die in einer Favela am Hang in der Nähe einer wohlhabenden Enklave von Rio de Janeiro lebt. Parks' Geschichte konzentrierte sich vor allem auf den ältesten Sohn Flavio, einen fleißigen 12-Jährigen, der an lähmendem Asthma leidet, und rief mehr als 3.000 Briefe und 25.000 Dollar an Spenden von Life-Lesern hervor, um der Familie und der Favela zu helfen.
In Brasilien löste die Geschichte eine Kontroverse aus; ein Nachrichtenmagazin, O Cruzeiro, rächte sich an Life und schickte den Fotografen Henri Ballot, um die Armut in New York City zu dokumentieren. Unbeeindruckt davon begann Life mit einer mehrjährigen „Rettungsaktion“, die die Verlegung von Flavio in ein Krankenhaus in Denver, den Umzug der Familie in ein neues Haus und die Verwaltung von Mitteln zur Unterstützung der Favela umfasste. Die Geschichte und auch Parks' Beziehung zu Flavio entwickelten sich über viele Jahre hinweg weiter. Die Details dieser außergewöhnlichen Geschichte sind ein faszinierendes Beispiel für den US-Exzeptionalismus in den frühen 1960er Jahren und ein aufschlussreicher Einblick in die Macht und kulturelle Kraft des „Great American Magazine“.