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Gothic Things: Dark Enchantment and Anthropocene Anxiety
Gothic Things bietet einen innovativen Ansatz für das Gothic: Dark Enchantment and Anthro-pocene Anxiety (Dunkle Verzauberung und anthro-pocene Angst) eine neue materialistische Analyse des Genres und zeigt auf, dass sich die Gotik seit ihren Ursprüngen im 18. Jahrhundert intensiv mit "ominöser Materie" und der "Macht der Dinge" beschäftigt hat. In Kapiteln, die sich mit gotischen Körpern, Räumen, Büchern und anderen Objekten befassen, argumentiert Gothic Things, dass es im Gothic schon immer darum ging, was passiert, wenn Objekte eine mysteriöse Lebendigkeit oder Potenz annehmen und wenn der Mensch auf den Status eines Dings unter vielen anderen, mächtigeren Dingen reduziert wird.
Indem Jeffrey Andrew Weinstock untersucht, wie das Gotische das Menschliche beharrlich dezentriert, zeigt er, dass der Mensch in Netzwerke menschlicher und nicht-menschlicher Kräfte verstrickt ist, die sich meist seiner Kontrolle entziehen. Gothic Things verortet das Gotische als unheimlichen Doppelgänger der kritischen und kulturellen Theorie des 21. Jahrhunderts, der direkt unter der Oberfläche lauert (und manchmal explizit auftaucht), während er Überlegungen darüber verfolgt, wie Menschen mit Objekten und ihrer Umwelt interagieren. Auf diesen Seiten bietet die Gotik ein düsteres Spiegelbild des zeitgenössischen "nonhuman turn" und drückt eine Gefühlsstruktur des 21. Jahrhunderts aus, die von der Angst vor dem Schicksal des Menschlichen getragen wird: Gespenstertum, Monstrosität und Apokalypse.
Jahrhundert, die von der Angst vor dem Schicksal des Menschlichen getragen wird: Gespenst, Monstrum und Apokalypse. Die Gotik, die Hoffnung durch Schrecken ersetzt, ist, wie Weinstock erklärt, seit ihren Anfängen eine philosophische Meditation über die Beziehungen des Menschen zum Nichtmenschlichen und wirft wichtige Fragen darüber auf, wie wir dem anthropozentrischen Denken in unserem Streben nach einem harmonischeren Leben mit der Welt um uns herum begegnen können.