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God Pictures in Korean Contexts: The Ownership and Meaning of Shaman Paintings
Schamanen, die auf Messern gehen, Feen, die auf Wolken reiten, Könige, die auf Drachen reiten: Sie sind Götter und sie sind Papierbilder. Manche sind von Schamanenbildern abgestoßen und verunsichert, andere können nicht aufhören, sie zu sammeln, und wieder andere nutzen sie als Orte der Verehrung.
Laurel Kendall, Jongsung Yang und Yul Soo Yoon untersuchen, was ein koreanisches Schamanenbild magisch oder heilig macht. Wie trägt ein Bild die Spur eines Gottes in sich und kann es jemals wieder „nur ein Bild“ sein? Wie sind Schamanenbilder als Kunst aufgewertet worden? Überschneiden sich Kunstfertigkeit und Magie überhaupt? Spielt es für den Marktwert eine Rolle, dass das Gemälde einst etwas Heiliges war? Auf dem Weg der Schamanenbilder vom Atelier des Malers über Schamanenschreine bis hin zu Privatsammlungen und Museen durchqueren die drei Autoren geschickt das Grenzgebiet zwischen dem wissenschaftlichen Interesse an der materiellen Dimension religiöser Praktiken und der Zirkulation von Kunst. Das mit sechzig Farb- und Schwarzweißbildern illustrierte Buch bietet einen neuen Blickwinkel auf "das soziale Leben der Dinge".
Dies ist keine Geschichte eines sammelnden Westens und eines entsorgenden Rests; die primären Sammler und Kommentatoren der koreanischen Schamanenbilder sind Südkoreaner, die ihre eigene Vergangenheit im Lichte ihrer eigenen modernistischen Sensibilität neu interpretieren. Es ist eine Geschichte, die im Bewusstsein sowohl der jüngsten südkoreanischen Geschichte als auch der problematischen Frage erzählt wird, wie die Gemälde von den verschiedenen südkoreanischen Akteuren verstanden werden, vor allem von den Schamanen und Sammlern, die eine gemeinsame Sprache sprechen und sich manchmal persönlich begegnen.