Bewertung:

Das Buch „Big Dreams“ von Kelly Bulkeley untersucht das Wesen von Träumen, insbesondere von „Big Dreams“, die tiefgreifende Auswirkungen auf den Einzelnen haben, und ihre Beziehung zur Religion. Die Autorin kombiniert Erkenntnisse aus der Psychologie, der Neurowissenschaft, der Anthropologie und der Evolutionsbiologie, um eine wissenschaftliche Perspektive auf Träume zu präsentieren und zu argumentieren, dass sie eine ernsthafte Untersuchung wert sind. Während einige Leser die gründliche Recherche und die Zugänglichkeit des Inhalts schätzen, stellen andere die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit des evolutionären Blickwinkels in Frage und stellen fest, dass bestimmte Bereiche nicht ausreichend erforscht wurden.
Vorteile:⬤ Gut recherchierter und gründlicher Inhalt
⬤ zugänglicher Schreibstil trotz komplexer Themen
⬤ bietet Einblicke in Psychologie, Neurologie und die Verbindung zwischen Träumen und Religion
⬤ enthält persönliche Anekdoten und Hinweise auf wissenschaftliche Studien.
⬤ Manche Leser finden den evolutionsbiologischen Ansatz nicht überzeugend
⬤ es wird kritisiert, dass die Neurologie religiöser Träume nicht behandelt wird
⬤ manche haben das Gefühl, dass bestimmte Fragen über Träume unbeantwortet bleiben.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Big Dreams: The Science of Dreaming and the Origins of Religion
Große Träume sind seltene, aber sehr einprägsame Traumerlebnisse, die einen starken und dauerhaften Einfluss auf das Wachbewusstsein des Träumers haben. Solche Träume gehen weit über das Szenario "Ich habe vergessen zu lernen, und heute ist die Abschlussprüfung" und andere übliche Szenarien hinaus und können lebhafte Bilder, intensive Emotionen, phantastische Charaktere und ein unheimliches Gefühl der Verbindung mit Kräften jenseits des gewöhnlichen träumenden Geistes beinhalten. In Big Dreams liefert Kelly Bulkeley die erste umfassende kognitionswissenschaftliche Analyse solcher Träume und stellt eine originelle Theorie über ihre Entstehung, Funktion und Bedeutung auf.
Große Träume haben in der Religions- und Kulturgeschichte eine wichtige Rolle gespielt, doch aufgrund ihres seltenen Auftretens und ihrer phantastischen Eigenschaften wurden sie bisher nur selten im Lichte der modernen Wissenschaft untersucht. Wir wissen viel über die religiösen Erscheinungsformen großer Träume im Laufe der Geschichte und auf der ganzen Welt, aber bis jetzt wurde dieses kulturübergreifende Wissen nie mit der wissenschaftlichen Forschung über ihre psychologischen Wurzeln im Gehirn-Geist-System integriert. In Big Dreams stellt Bulkeley eine klassische psychologische These auf den wissenschaftlichen Prüfstand, indem er sie mit besseren Daten, schärferen Analysen und einem breiteren evolutionären Rahmen präzisiert und verbessert. Er bringt Beweise aus verschiedenen Quellen, zeigt Muster von Ähnlichkeiten und Unterschieden auf, stellt frühere Annahmen in Frage und liefert Vorhersagemodelle, die auf neue Datensätze angewendet werden können. Der Gedanke an eine Verbindung zwischen Träumen und Religion war schon immer intuitiv überzeugend.
Big Dreams verwandelt sie in eine solide Prämisse der Religion.
Studien und Gehirn-Geist-Wissenschaft.
Durch die Kombination von Erkenntnissen aus Religionswissenschaft, Psychologie, Anthropologie, Evolutionsbiologie und Neurowissenschaft liefert Big Dreams ein überzeugendes Argument dafür, dass große Träume eine ursprüngliche Quelle religiöser Erfahrung sind. Sie stellen eine angeborene, neurologisch fest verdrahtete Fähigkeit unserer Spezies dar, die regelmäßig eine größere Selbsterkenntnis, Kreativität und Einsicht in die existenziellen Herausforderungen und spirituellen Potenziale des menschlichen Lebens hervorruft.