Bewertung:

Das Buch erforscht die Bedeutung des Träumens in verschiedenen Religionen und Kulturen und zeigt das profunde Wissen und die Bescheidenheit des Autors. Während es für seinen umfassenden Überblick und seine faszinierenden Erkenntnisse gelobt wird, wird es für seine Ungereimtheiten, sachlichen Fehler und den Mangel an wissenschaftlicher Strenge in seinen Schlussfolgerungen kritisiert.
Vorteile:Innovative Perspektive auf das Träumen in verschiedenen Kulturen, gut recherchiert mit faszinierenden Beispielen, einfacher und informeller Schreibstil, kenntnisreicher und bescheidener Autor, Potenzial für bahnbrechende Ideen.
Nachteile:Inhaltliche Unstimmigkeiten, mehrere sachliche Fehler, mäandernde Struktur, zu weit gefasste Schlussfolgerungen, denen es an wissenschaftlicher Unterstützung fehlt, und einige Rezensenten fanden die Arbeit unwissenschaftlich oder unvollständig.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Dreaming in the World's Religions: A Comparative History
Von den biblischen Geschichten über Josef, der die Träume des Pharaos in Ägypten deutet, bis hin zu den Gebeten gegen böse Träume in der hinduistischen Rg Veda haben Kulturen auf der ganzen Welt ihre Träume in erster Linie als religiös bedeutsame Erfahrungen betrachtet. Nach dieser weit verbreiteten Auffassung sind Träume ein mächtiges Medium der transpersonalen Führung, das die Möglichkeit bietet, mit heiligen Wesen zu kommunizieren, wertvolle Weisheit und Kraft zu erlangen, Leiden zu heilen und neue Daseinsbereiche zu erkunden. Umgekehrt bieten die religiösen und spirituellen Traditionen der Welt die beste Quelle für historische Informationen über die allgemeinen Muster des menschlichen Traumlebens.
Dreaming in the World's Religions bietet eine maßgebliche und fesselnde einbändige Quelle für das Studium von Träumen und Religion. Es erzählt die Geschichte, wie das Träumen die religiöse Geschichte der Menschheit geprägt hat, von den Upanishaden des Hinduismus bis zum Koran des Islam, vom Empfängnistraum der Mutter Buddhas bis zu den sexuell verlockenden Albträumen des Heiligen Augustinus, von der Visionssuche der Ojibwa bis zu den Reisen der australischen Aborigines in die Traumzeit. Kelly Bulkeley bringt seinen psychologischen Hintergrund zum Tragen und bezieht in diesen faszinierenden Überblick auch die kognitiven Neurowissenschaften und die evolutionäre Psychologie mit ein.
Dreaming in the World's Religions bietet ein sorgfältig recherchiertes, leicht zugänglich geschriebenes Porträt des Träumens als einer mächtigen, unberechenbaren, oft ikonoklastischen Kraft im religiösen Leben der Menschen.