Bewertung:

Das Buch versucht, komplexe Themen aus den Bereichen Wahrscheinlichkeit und Dynamik zu erörtern, wurde jedoch für seine schlechte Darstellung und mangelnde Klarheit kritisiert. Obwohl es faszinierende Konzepte behandelt, fanden viele Leser den Schreibstil verworren und prätentiös, was das Verständnis der Ideen erschwert.
Vorteile:Das Buch behandelt faszinierende Themen der Wahrscheinlichkeit und Dynamik, und einige Rezensenten schätzten den Versuch, makroskopische Zufälligkeiten und ihre Beziehung zu lokalen Wahrscheinlichkeitsverteilungen zu erklären. Es wird anerkannt, dass die Thematik brillant und erforschenswert ist.
Nachteile:Die Darstellung wird als schrecklich empfunden, mit einem verworrenen und prätentiösen Schreibstil, der den Sinn vernebelt. Viele Konzepte werden in einer abschweifenden Art und Weise präsentiert, der es an Klarheit mangelt. Die vom Autor erfundene Terminologie wird als unnötig und verwirrend empfunden, was zu einem chaotischen Leseerlebnis führt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Bigger Than Chaos: Understanding Complexity Through Probability
Viele komplexe Systeme - von ungeheuer komplizierten Ökosystemen bis hin zu winzigen Molekülansammlungen - überraschen uns mit ihrem einfachen Verhalten. Nehmen wir zum Beispiel die Schneeflocke, in der sich eine große Anzahl von Wassermolekülen in Mustern mit sechsfacher Symmetrie anordnen.
Wie kommt es, dass sich Moleküle, die sich scheinbar willkürlich bewegen, nach der einfachen sechsfachen Regel organisieren? Wie summieren sich das Kommen und Gehen, die Begegnungen und das Fressen einzelner Tiere zu der einfachen Dynamik von Ökosystempopulationen? Allgemeiner gefragt: Wie führt komplexes und scheinbar launisches Mikroverhalten zu stabilem, vorhersehbarem Makroverhalten? In diesem Buch versucht Michael Strevens zu erklären, wie Einfachheit mit den verworrenen Verbindungen zwischen den vielen Teilen eines komplexen Systems koexistieren kann, ja sogar dadurch verursacht wird. Im Mittelpunkt von Strevens' Erklärung steht der Begriff der Wahrscheinlichkeit und insbesondere der probabilistischen Unabhängigkeit.
Indem er die Grundlagen des statistischen Denkens über komplexe Systeme wie Gase, Ökosysteme und bestimmte soziale Systeme untersucht, vermittelt Strevens ein Verständnis dafür, wie Einfachheit aus Komplexität hervorgeht. Dabei zieht er Lehren für die Erklärung von Phänomenen auf niedriger Ebene und die Grundlage für die Einführung probabilistischer Konzepte in die physikalische Theorie.