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Half Wild: Poems
Halbwild ist eine spirituelle Biografie, die rückwärts gewickelt ist und sich eher in die Welt hinein- als aus ihr herausbewegt. Obwohl Mary Rose O'Reilleys Sammlung über die Paradoxien unserer gewalttätigen Zeit nachdenkt, hängt sie am Leben wie die Biene, die "bis zu den Hüften verliebt" ist, die "im Schnee einschläft" und "aufwacht, während sie noch ihre Blume küsst".
In O'Reilleys Gedichten durchdringen sich menschliche, tierische und mineralische Schöpfungen und führen surreale Gespräche - selbst Steine tauschen Geschichten über "heiße Zeiten im Magma" aus, und Tieren wird aufmerksam zugehört. Hier ist die sakrale Untersuchung in einer Leidenschaft für die natürliche Welt begründet, die Fragen durch lyrische, erotische und sinnliche Antworten löst. Die Gedichte in Halbwild schwelgen in Begehren und Sehnsucht als Instrumente der theologischen Kritik.
Du warst der Teil von mir, der sich dem Tod hingab. Manchmal träume ich von Augen, versiegelt mit einer Membran des Unwissens wie der Schleier eines Mystikers, die sich meinem Blick ohne Überraschung öffnen.
Manchmal träume ich von vollkommenem Verständnis. Manchmal schnappe ich nach Händen, die zu suchen scheinen, wie durch ein Gefäß.
Manchmal erwache ich mit dem Schrei eines Säuglings - aus "Twin".