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Hating, Abhorring and Wishing to Destroy: Psychoanalytic Essays on the Contemporary Moment
Die Arten von Hass, von denen die Analytiker angenommen haben, dass sie zum unausgesprochenen Hintergrund der westlichen Zivilisation gehören, sind nun in den Vordergrund des Alltags getreten. Dieses Buch, bestehend aus Essays von elf Psychoanalytikern, reagiert auf diesen Ausbruch.
Die fünf Aufsätze von Teil 1, "Hassen in der ersten Person Plural", befassen sich mit den allgegenwärtigen Auswirkungen strukturierter Formen des Hasses - Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Transphobie. Diese bösartigen Kräfte werden durch Groß- und Kleingruppenidentifikationen in Gang gesetzt. Selbst die Handlungen des scheinbaren "einsamen Wolfs" führen unweigerlich zu einer loyalen Zugehörigkeit zu einer umgebenden Gemeinschaft. Das hassende Wesen ist immer "wir". In Teil 2, "Das rassifizierte Objekt/das rassifizierende Subjekt", verengt sich der Fokus der Aufsätze auf eine Untersuchung rassistischer Ausdrücke des "Hasses, der Abscheu und des Wunsches zu zerstören". Ein besonderes Augenmerk gilt dem Erregungszustand, der mit dieser Form des Hasses verbunden ist, seinen sadistischen Ursprüngen und der endlosen Reihe von Objekten, die dem rassifizierenden Subjekt angeboten werden. In Teil 3, "Dieses Land: Wem gehört es wirklich?", geht es in zwei Aufsätzen um symbolische und physische Gewalt gegen die natürliche Welt. Wir erweitern das traditionelle Feld der psychoanalytischen Untersuchung, um die natürliche Welt, die symbolische Bedeutung ihrer "Bäume" und die psychopolitischen Bedeutungen ihres Landes einzubeziehen.
Dieses Buch bietet einen psychoanalytisch fundierten Leitfaden für das Verständnis von und den Umgang mit Hass in der klinischen Arbeit und im Alltag. Es richtet sich an Psychoanalytiker in Ausbildung und mit Erfahrung sowie an alle, die sich für das aktuelle politische und kulturelle Klima interessieren.