Bewertung:

Das Buch „At War With The Obvious: Disruptive Thinking in Psychoanalysis“ von Don Moss stellt tiefgründige psychoanalytische Ideen vor, die den gesunden Menschenverstand in Frage stellen und kulturelle und klinische Fragen untersuchen. Während viele die Tiefe und Zugänglichkeit der übergeordneten Themen schätzen, empfinden einige das Buch als unintelligent und beleidigend.
Vorteile:Das Buch bietet aufschlussreiche und tiefgründige psychoanalytische Perspektiven, die sich mit komplexen kulturellen und klinischen Themen auseinandersetzen. Viele Leserinnen und Leser finden, dass Moss' Texte schön formuliert und zugänglich sind und ein besseres Verständnis der psychoanalytischen Theorie ermöglichen. Es regt zum kritischen Denken über den gesunden Menschenverstand und kulturelle Narrative an.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird das Buch als unintelligent und hasserfüllt kritisiert und das Material als ekelerregend bezeichnet. Einige Leser sind der Meinung, dass das Buch nichts taugt, und empfehlen, es ganz zu meiden.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
At War with the Obvious: Disruptive Thinking in Psychoanalysis
Das psychoanalytische Denken hat bereits unsere Grundannahmen über das psychische Leben von Individuen und Kulturen verändert. Diese Annahmen nehmen oft die Wertigkeit des gesunden Menschenverstands an. Dies kann jedoch dazu führen, dass ihre ursprüngliche und wichtige Bedeutung oft verdunkelt wird. Störende Ideen werden domestiziert. At War with the Obvious zielt darauf ab, diesen Ideen ihren ursprünglichen, störenden Status zurückzugeben. .
Donald Moss erforscht ein breites Spektrum von Themen - die Lockerung der Beschränkungen für tief systematisierte Formen des Hasses, klinische und technische Angelegenheiten, den rätselhaften Status von Rache und Vergebung, eine Betrachtung der Dynamik der Leugnung des Klimawandels und einen innovativen Blick auf das Problem der Stimme in der klinischen Situation. Weil sie in einer tiefgreifenden Neubetrachtung der Ursprünge des psychischen Lebens verwurzelt ist, bleibt die Psychoanalyse lebenswichtig, trotz der immerwährenden Bemühungen, sie auszulöschen und zum Schweigen zu bringen. Moss deckt eine Reihe zentraler psychoanalytischer Konzepte ab und argumentiert, dass die Psychoanalyse nur dann eine radikale Alternative zu anderen Therapieformen bieten kann, wenn sie unsere alltäglichen Annahmen zu Themen wie Sexualität, Strafe, Kreativität, analytische Neutralität und Trauma untersucht und in Frage stellt.
At War with the Obvious richtet sich an Psychoanalytiker und psychoanalytische Psychotherapeuten, an Kulturtheoretiker und an alle, denen prägnantes psychoanalytisches Denken wichtig ist.