Bewertung:

Donald Moss' „Psychoanalysis in a Plague Year“ bietet eine einzigartige Mischung aus Psychoanalyse und poetischer Struktur, indem er die gemeinsamen Erfahrungen mit der COVID-19-Pandemie durch die Stimmen seiner Analysanden einfängt. Das Buch wird für seine aufschlussreichen Überlegungen und sein innovatives Format gelobt.
Vorteile:⬤ Einzigartige und aufschlussreiche Herangehensweise an die Psychoanalyse
⬤ brillante und komprimierte Prosa
⬤ verbindet theoretische Einsichten mit Fallstudien
⬤ experimentelles Poesieformat
⬤ fängt den Zeitgeist der COVID-19-Pandemie ein.
In der Rezension nicht erwähnt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Psychoanalysis in a Plague Year
Donald Moss hat jeden Tag einen Satz aus jeder Sitzung ausgewählt und die von seinen Patienten während eines Jahres „Covid-Zeit“ gesprochenen Worte aufgezeichnet. Die Patienten beschwören eine bewegende Mischung aus Alltäglichem und Außergewöhnlichem herauf und geben dem Leser einen Einblick in die psychoanalytische Praxis und Behandlung während der COVID-19-Pandemie.
Die Sätze, die wie poetische Verse aneinandergereiht sind, halten die Stimmung des Arbeitstages des Analytikers fest und spiegeln die Gemeinsamkeiten von Analytiker und Patient in dieser beispiellosen Zeit wider. Die mit der Pandemie zusammenhängenden Sorgen und Alltagsprobleme bleiben auch unter diesen extremen Umständen bestehen und bieten dem Leser klinische Einblicke in den Alltag des zeitgenössischen Psychoanalytikers. Mit einem klaren Vorwort des Autors und einem bemerkenswerten Vorwort von Timothy J. Clark ist das Buch in einem zeitgenössischen psychoanalytischen Kontext verankert.
Als aufschlussreicher Begleiter der psychoanalytischen Praxis wird das Buch Therapeuten und Analytiker in Ausbildung und Praxis ebenso interessieren wie Leser, die sich dafür interessieren, was hinter den verschlossenen Türen des Sprechzimmers geschieht.