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Henry Stubbe and the Beginnings of Islam: The Originall & Progress of Mahometanism
Henry Stubbe (1632-1676) war ein außergewöhnlicher englischer Gelehrter, der seine Zeitgenossen herausforderte, indem er über den Islam als eine monotheistische Offenbarung in Kontinuität mit dem Judentum und dem Christentum schrieb. Sein Hauptwerk, The Originall & Progress of Mahometanism, war der erste englische Text, der das Leben des Propheten Mohammed positiv darstellte, den Koran als göttliche Offenbarung feierte und die muslimische Toleranz gegenüber den Christen lobte und damit ein langes Erbe europäischer Vorurteile und Feindseligkeit untergrub.
Nabil Matar, ein führender Gelehrter auf dem Gebiet der islamisch-britischen Beziehungen, vereinheitlicht Stubbes Text und ordnet ihn in das theologische und intellektuelle Klima Englands im siebzehnten Jahrhundert ein. Er zeigt, wie Stubbe, um ein historisches Porträt von Mohammed zu zeichnen, Reiseberichte, lateinische Kommentare, Studien über jüdische Bräuche und die Heilige Schrift und vor allem arabische Chroniken heranzog, von denen viele von christlichen Arabern des Mittelalters geschrieben wurden, die inmitten des islamischen Gemeinwesens gelebt hatten.
Kein europäischer Schriftsteller vor oder lange nach Stubbe hat etwas Ähnliches hervorgebracht wie das, was er über Mohammed, den "großen Propheten", Ali, den "galanten" Fürsprecher, und das "stehende Wunder" des Korans schrieb. Stubbes Buch leistet daher einen einzigartigen Beitrag zur Untersuchung der Darstellung des Islam im westlichen Denken.