Bewertung:

Das Buch stellt eine radikale Theorie über die Ursprünge der Sprache auf, die besagt, dass sie vor dem Homo sapiens entstanden ist und vom Homo erectus entwickelt wurde. Everett kritisiert die traditionelle Linguistik, insbesondere die Theorien von Chomsky, und betont die Bedeutung der Sprache für die Kommunikation und ihre kulturelle Entwicklung.
Vorteile:Die Leser loben das Buch für seine reichen Einblicke in die Geschichte der menschlichen Sprache, seine Zugänglichkeit und den fesselnden Schreibstil. Viele fanden die Erforschung verschiedener wissenschaftlicher Aspekte und die Argumente des Autors über die Rolle des Homo erectus in der Sprache faszinierend und zum Nachdenken anregend. Das Buch wird als wichtiger Beitrag zum Verständnis der Sprache und ihres Ursprungs angesehen, was es zu einer wertvollen Lektüre sowohl für ein allgemeines Publikum als auch für Wissenschaftler macht.
Nachteile:Kritiker weisen darauf hin, dass das Buch keine stichhaltigen Beweise für einige von Everetts Behauptungen über den frühen Sprachgebrauch enthält, und einige Rezensenten fanden es repetitiv oder inkohärent. Einige Kritiker bemängeln die gelegentliche technische Komplexität des Buches und die ablehnende Haltung des Autors gegenüber etablierten linguistischen Theorien, insbesondere denen von Chomsky. Außerdem waren einige der Meinung, dass das Buch konventionelle Ideen wieder aufwärmt, ohne sie ausreichend zu hinterfragen oder originelle Einsichten zu bieten.
(basierend auf 60 Leserbewertungen)
How Language Began: The Story of Humanity's Greatest Invention
Die Menschheit hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen irdischen Spezies: Wir sprechen miteinander. Aber wie haben wir uns die fortschrittlichste Form der Kommunikation auf der Erde angeeignet? Daniel L. Everett, ein "Bomben"-Linguist und "sofortiger Volksheld" (Tom Wolfe, Harper's), liefert in dieser umfassenden Geschichte eine umfassende Untersuchung der Evolutionsgeschichte der Sprache, von den frühesten Sprechversuchen der Hominiden bis zu den mehr als siebentausend Sprachen, die heute existieren.
Obwohl Fossilienjäger und Linguisten uns den wahren Ursprüngen der Sprache näher gebracht haben, haben die Entdeckungen von Daniel Everett die zeitgenössische linguistische Welt auf den Kopf gestellt und weit über akademische Kreise hinaus Widerhall gefunden. Bei seinen Feldforschungen im Regenwald des Amazonas stieß Everett auf eine uralte Sprache, die von einem Stamm von Jägern und Sammlern gesprochen wurde. Everett stellt langjährige Grundsätze in diesem Bereich in Frage und geht nun von der Theorie aus, dass die Sprache unserer Spezies nicht angeboren ist. Um ihre Ursprünge wirklich zu verstehen, ist ein interdisziplinärerer Ansatz erforderlich - einer, der unsere Neigung zur Kultur ebenso berücksichtigt wie unsere biologische Veranlagung.
Die Sprache begann, so Everetts Theorie, mit dem Homo Erectus, der Wörter durch kulturell erfundene Symbole katalysierte. Als die frühen Menschen ihre Gehirne vergrößerten, setzten sie Gesten und Sprachmelodien zur Kommunikation ein, die über 60.000 Generationen hinweg aufeinander aufbauten. Everett geht den entscheidenden Veränderungen und Entwicklungen über die Jahrhunderte hinweg nach und schlüsselt jede Komponente der Sprache auf, von der Steuerung von mehr als hundert Atemmuskeln im Kehlkopf und im Zwerchfell bis hin zur Beherrschung der Zunge. Von der Biologie zur Ausführung übergehend, untersucht Everett, warum Elemente wie Grammatik und Geschichtenerzählen nicht annähernd so entscheidend für die Sprache sind, wie man vermuten könnte.
Im letzten Abschnitt des Buches, Kulturelle Evolution der Sprache, nimmt Everett die immer wieder diskutierte "Sprachkluft" unter die Lupe und untersucht die Kluft, die "uns" von "den Tieren" trennt. Er nähert sich dem Thema aus verschiedenen Disziplinen, darunter Anthropologie, Neurowissenschaften und Archäologie, um aufzuzeigen, dass es die soziale Komplexität sowie die kulturelle, physiologische und neurologische Überlegenheit war, die es dem Menschen - mit seinen krallenlosen Händen, zerbrechlichen Knochen und seiner weichen Haut - ermöglichte, zum Spitzenprädator zu werden.
How Language Began erklärt letztendlich, was wir wissen, was wir gerne wissen würden und was wir wahrscheinlich nie wissen werden, wie der Mensch von der bloßen Kommunikation zur Sprache kam. Auf der Grundlage von fast vierzig Jahren Feldforschung widerlegt Everett lang gehegte Theorien von einigen der größten Denker der Geschichte, von Platon bis Chomsky. Das Ergebnis ist eine unschätzbare Studie darüber, was uns zu Menschen macht.