Bewertung:

Das Buch „Hystories“ von Elaine Showalter bietet eine elegante und fesselnde Erkundung der Geschichte der Hysterie als soziales Phänomen und medizinische Kuriosität. Es erörtert historische Schlüsselfiguren, kritisiert die traditionellen Ansichten über Hysterie und stellt eine Verbindung zwischen diesen Diskussionen und modernen Erscheinungsformen psychischer Störungen her. Das Buch hat jedoch erhebliche Kontroversen ausgelöst, da Showalter Erkrankungen wie ME/CFS und das Golfkriegssyndrom als primär psychologisch eingestuft hat, was zu heftigen Reaktionen von Betroffenen und Fachleuten auf diesem Gebiet geführt hat.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung
⬤ aufschlussreiche historische Perspektive auf Hysterie
⬤ stellt traditionelle medizinische Erzählungen in Frage
⬤ erforscht die gesellschaftlichen Auswirkungen von Hysterie auf einfühlsame Weise
⬤ regt die Diskussion über die Überschneidung von Psychologie und medizinischen Erkrankungen an.
⬤ Umstrittene Klassifizierung von Krankheiten wie ME/CFS und Golfkriegssyndrom als psychologisch
⬤ Mangel an soliden Beweisen für einige Schlussfolgerungen
⬤ viele Leser fanden die Argumente nicht ausreichend verteidigt
⬤ Kritik am Fokus der Autorin und an der Angemessenheit ihrer Schlussfolgerungen.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Hystories: Hysterical Epidemics and Modern Media
Showalter befasst sich mit der Geschichte der kulturellen Massenhysterie, von der Hexenjagd bis zum Mesmerismus, und erörtert die heutigen Versionen - von der chronischen Müdigkeit oder dem Golfkriegssyndrom bis hin zu wiedergefundenen Erinnerungen - und die damit einhergehende Publicity.