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Sister's Choice: Traditions and Change in American Women's Writing
Als Elaine Showalters Studie über englische Schriftstellerinnen, A Literature of Their Own, 1977 erschien, lobte Patricia M. Spacks es in The New York Times Book Review als "provokativ.... durchdacht argumentiert" und sicher, "ein neues soziales und literarisches Verständnis zu schaffen". Jetzt wendet Showalter - die auch die einflussreiche New Feminist Criticism herausgegeben hat (für die die New York Times Book Review "Grund zum Feiern" fand) - ihren kritischen Blick auf ein breites Spektrum amerikanischer Autorinnen, um die Vielfalt unserer Kultur zu erforschen und das Konzept einer einzigen Nationalliteratur oder -identität zu hinterfragen.
Nach einer klaren Erörterung der neueren afroamerikanischen, feministischen und postkolonialen Forschung bietet Showalter provokante Lesarten klassischer und weniger bekannter Frauenliteratur. Im Mittelpunkt dieser Studie stehen die reizvollen Kapitel über Louisa May Alcotts Little Women, Edith Whartons House of Mirth und Kate Chopins The Awakening. Showalters Interpretationen sind nicht nur voller Witz und Subtilität - etwa wenn sie Chopins Roman mit einem Musikstück des Komponisten Chopin vergleicht -, sondern ihre phantasievolle Beschwörung dieser populären Werke macht neugierig darauf, sie neu zu entdecken. Die Bandbreite von Sister's Choice ist spektakulär - von Alice Walkers The Color Purple (Celies Quilt liefert Showalters Titel - eine Anspielung auf die vielfältigen Schicksale amerikanischer Frauen) bis zu Harriet Beecher Stowes Uncle Tom's Cabin (das mit dem beliebten Log Cabin Musterquilt des 19. Jahrhunderts verglichen wird). Jahrhundert verglichen wird. Daneben finden sich Kapitel über die Neufassungen von Shakespeares Sturm durch amerikanische Frauen, über die weibliche Gotik (von Anne Radcliffe über Charlotte Perkins Gilman bis zu Joyce Carol Oates), über Schriftstellerinnen der Harlem Renaissance wie Nella Larsen und Zora Neal Hurston (die in einem Wohlfahrtsheim starb, (die in einem Fürsorgeheim starb, um Jahrzehnte später wiederentdeckt zu werden), und sogar über die Geschichte des Patchwork-Quilts in der Literatur und im Leben der Frauen. Das Buch endet mit einer bewegenden Beschreibung des Names Project, des Quilts zum Gedenken an Menschen, die an AIDS gestorben sind.
Das breite Spektrum von Sister's Choice (das auf den renommierten Clarendon-Vorlesungen von 1989 basiert) zeugt von der Vielfalt der Kulturen, die die Vereinigten Staaten ausmachen. Mit ihrer Herangehensweise an literarische Werke trägt Elaine Showalter dazu bei, eine neue Landkarte Amerikas zu entwerfen - eine, die die Kämpfe, das Leiden und die anhaltende Kreativität des Schreibens von Frauen aufzeigt.