Informationsjäger: Als sich Bibliothekare, Soldaten und Spione im Europa des Zweiten Weltkriegs zusammentaten

Bewertung:   (4,4 von 5)

Informationsjäger: Als sich Bibliothekare, Soldaten und Spione im Europa des Zweiten Weltkriegs zusammentaten (Kathy Peiss)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „Information Hunters“ von Kathy Peiss untersucht die bedeutenden Beiträge von Bibliothekaren und Informationsfachleuten während und nach dem Zweiten Weltkrieg und konzentriert sich dabei auf ihre Arbeit beim Sammeln und Bewahren der von den Nazis geraubten kulturellen Artefakte. Obwohl das Buch einen gründlich recherchierten und detaillierten Bericht bietet, wurde der Schreibstil als trocken und akademisch kritisiert, was zu gemischten Reaktionen der Leser hinsichtlich des Engagements und der Lesbarkeit führte.

Vorteile:

Gründlich recherchiert und mit beeindruckenden Details zu einem wenig bekannten Thema.
Bietet eine einzigartige Perspektive auf die Rolle der Bibliothekare während des Zweiten Weltkriegs.
Enthält reichhaltige visuelle Inhalte, wie Fotos und Primärquellen.
Hebt die ethischen Überlegungen und historischen Auswirkungen der Informationsbewahrung hervor.
Richtet sich an Historiker, Bibliothekare und alle, die an kultureller Wiederherstellung interessiert sind.

Nachteile:

Der Schreibstil wird als trocken und zu akademisch empfunden, was die Lektüre für manche ermüdend macht.
Einige Rezensenten fanden es schwer, dem Buch zu folgen.
Der Schwerpunkt liegt vor allem auf den Bemühungen der USA und vernachlässigt breitere internationale Zusammenhänge.
Einige Leser waren der Meinung, das Buch sei eher für Fachleute aus dem Bereich der Bibliothekswissenschaft geeignet als für ein allgemeines Publikum.

(basierend auf 17 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Information Hunters: When Librarians, Soldiers, and Spies Banded Together in World War II Europe

Inhalt des Buches:

Während Armeen im Laufe der Geschichte immer wieder feindliche Aufzeichnungen und seltene Texte als Beute beschlagnahmt haben, reiste erst während des Zweiten Weltkriegs eine unwahrscheinliche Gruppe von Bibliothekaren, Archivaren und Wissenschaftlern ins Ausland, um Bücher und Dokumente zur Unterstützung der militärischen Sache zu sammeln. Durch die Kriegsereignisse motiviert, das geschriebene Wort zu erwerben und zu bewahren sowie wichtige Informationen für den Geheimdienst zu beschaffen, machten sich diese amerikanischen Zivilisten auf den Weg, um in ganz Europa ausländische Publikationen und Informationen zu sammeln. Sie reisten in neutrale Städte auf der Suche nach feindlichen Texten, folgten den vorrückenden Armeen, um Unterlagen zu erbeuten, und beschlagnahmten Nazi-Werke aus Buchhandlungen und Schulen. Bei Kriegsende fanden sie geplünderte Sammlungen, die in Kellern und Höhlen versteckt waren. Ihre Aufgabe war es, diese Werke zu dokumentieren, zu erschließen, zu bewahren und zu restituieren, im Falle der Nazi-Literatur sogar zu vernichten.

In diesem faszinierenden Bericht zeigt die Kulturhistorikerin Kathy Peiss, wie das Sammeln von Büchern und Dokumenten Teil des neuen Apparats für Geheimdienst und nationale Sicherheit, militärische Planung und Wiederaufbau nach dem Krieg wurde. Sie konzentriert sich auf die einfachen Amerikaner, die diese Missionen durchführten, und zeigt, wie sie vor Ort Entscheidungen trafen, um Quellen zu erwerben, die sowohl im Kriegsgebiet als auch an der Heimatfront nützlich sein würden.

Diese Sammelmissionen förderten auch die Nachkriegsambitionen amerikanischer Forschungsbibliotheken, da sie ihnen die Chance boten, zu großen internationalen Aufbewahrungsorten für wissenschaftliche Berichte, Literatur und historische Quellen zu werden. Die Arbeit der Bibliotheken während des Krieges hatte nicht nur dauerhafte Auswirkungen auf akademische Einrichtungen, außenpolitische Entscheidungen und die nationale Sicherheit, sondern führte auch zur Entwicklung der heute unverzichtbaren Instrumente der Informationswissenschaft.

Peiss erzählt die Geschichte der Männer und Frauen, die nach Europa gingen, um Bücher und Informationen zu sammeln und zu schützen, und bereichert damit die Debatten über die Nutzung von Daten in Kriegs- und Friedenszeiten. Er beleuchtet die wachsende globale Macht der Vereinigten Staaten im Bereich der Nachrichtendienste und des kulturellen Erbes.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780190944612
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2020
Seitenzahl:296

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