Bewertung:

Das Buch „Zoot Suit: The Enigmatic Career of an Extreme Style“ von Kathy Peiss ist eine gut recherchierte und unterhaltsame Erkundung des Zoot-Suits, seiner kulturellen Implikationen und seiner historischen Bedeutung. Die Leserinnen und Leser schätzen die Gründlichkeit der Recherche und den fesselnden Schreibstil, auch wenn sich einige enttäuscht über die Anzahl der Abbildungen äußern.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und wissenschaftlich
⬤ unterhaltsam und fesselnd geschrieben
⬤ detaillierte Erforschung der Geschichte und der kulturellen Bedeutung des Zoot Suits
⬤ enthält großartige Bilder (wenn auch nur wenige)
⬤ geeignet für alle, die sich für die Geschichte der Schwarzen und Chicanos interessieren
⬤ zugänglich und prägnant.
Begrenzte Anzahl von Bildern zur Veranschaulichung des Themas; einige Leser könnten es zu akademisch oder oberflächlich finden, wenn es nicht ihren Interessen entspricht.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Zoot Suit: The Enigmatic Career of an Extreme Style
ZOOT SUIT (n. ): Das Nonplusultra der Kleidung. Der einzige vollständig und wahrhaftig amerikanische Zivilanzug.
--Cab Calloway, The Hepster's Dictionary, 1944.
Vor den Modeerscheinungen der Hippies, Punks oder des Hip-Hop gab es den Zoot-Suit, einen auffälligen urbanen Look aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, der die Fantasie beflügelte. Er wurde von armen afroamerikanischen Männern und obskuren Schneidern entworfen und von mexikanisch-amerikanischen Pachucos, Jugendlichen aus der Arbeiterklasse, Unterhaltungskünstlern und Swing-Tänzern getragen, von der US-Regierung jedoch als verschwenderisch und unpatriotisch in Zeiten des Krieges verurteilt. Die Mode wurde berüchtigt, als sie 1943 in Los Angeles zu Gewalt und Unruhen führte - Ereignisse, die für immer als "Zoot Suit Riot" bekannt sind. In der Folge versuchten Sozialwissenschaftler, Psychiater, Journalisten und Politiker, das Rätsel des Zoot-Suits zu erklären, und verwandelten ihn in ein vielschichtiges Symbol: für die einen ein Zeichen sozialer Abweichung und psychologischer Störung, für die anderen eine Geste des Widerstands gegen Rassenvorurteile und Diskriminierung. Während die Kontroverse zu Hause tobte, machten sich junge Männer an anderen Orten - französische Zazous, südafrikanische Tsotsi, trinidadische Saga Boys und russische Stiliagi - den amerikanischen Zoot Suit zu eigen.
In Zoot Suit erforscht die Historikerin Kathy Peiss diese extreme Mode und ihre mysteriöse Karriere während des Zweiten Weltkriegs und danach, als sie sich von Harlem über die Vereinigten Staaten und die ganze Welt verbreitete. Sie zeichnet die Geschichte dieses Stils und seine Bedeutung für die Jugendlichen nach, die ihn zu ihrer Uniform machten, und untersucht gleichzeitig, wie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Experten, politische Aktivisten und Historiker ihn interpretiert haben. Dieser Outr-Stil war ein Wendepunkt in der Art und Weise, wie wir die Bedeutung von Kleidung als Ausdruck sozialer Bedingungen und Machtverhältnisse verstehen. Zoot Suit bietet eine neue Perspektive auf die Jugendkultur und die Politik des Stils und zeichnet die Nahtstelle zwischen Mode und sozialem Handeln nach.