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Interactive Governance: Advancing the Paradigm
Governance ist zu einem der am häufigsten verwendeten Begriffe in der modernen Politikwissenschaft geworden. Er wird jedoch oft für eine Vielzahl unterschiedlicher Dinge verwendet.
Dieses Buch trägt zur Klärung dieses begrifflichen Durcheinanders bei, indem es sich auf eine Variante des Regierens konzentriert - das interaktive Regieren. Die Autoren argumentieren, dass der Staat zwar für viele Aspekte des Regierens wichtig bleiben mag, dass aber die Interaktionen zwischen Staat und Gesellschaft eine wichtige und vielleicht zunehmend wichtige Dimension des Regierens darstellen. Diese Interaktionen können mit sozialen Akteuren wie Netzwerken, mit Marktakteuren oder mit anderen Regierungen stattfinden, aber alle diese Formen stellen Mittel des Regierens dar, die eine Mischung aus staatlichem Handeln und dem Handeln anderer Einheiten beinhalten.
In diesem Buch wird diese Bedeutung des Regierens eingehend untersucht und mit allgemeineren Fragen des Regierens verknüpft. Im Zuge der Erläuterung dieser Dimension des Regierens untersuchen die Autoren auch einige der grundlegenderen Fragen der Theorie des Regierens.
Für. Ein Beispiel: Obwohl viel über Governance gesprochen wird, hat sich die Politikwissenschaft relativ wenig damit befasst, wie dieses Konzept gemessen werden kann. Auch der Begriff "Multi-Level-Governance" ist inzwischen weit verbreitet, aber es ist wichtig, diese Idee besser zu verstehen und zu sehen, wie sie im Zusammenhang mit interaktiven Formen der Governance funktioniert.
Die Autoren verknüpfen Governance auch mit einigen sehr grundlegenden Fragen der Politikwissenschaft und der Sozialwissenschaften im weiteren Sinne. Wie wird bei interaktivem Regieren Macht ausgeübt? Wie demokratisch ist interaktives Regieren, und wird demokratisches Regieren immer durch Transparenz gefördert?