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Jacques Rancire: History, Politics, Aesthetics
Der französische Philosoph Jacques Rancire hat Disziplinen wie Geschichte und Philosophie, politische Theorie, Literatur, Kunstgeschichte und Filmwissenschaft beeinflusst. Seine Forschungen zu den Arbeiterarchiven des 19. Jahrhunderts, seine Überlegungen zur politischen Gleichberechtigung, seine Kritik an der traditionellen Trennung zwischen intellektueller und manueller Arbeit und seine Analyse des Stellenwerts von Literatur, Film und Kunst in der modernen Gesellschaft haben wichtige Beiträge zum zeitgenössischen Denken geliefert. In dieser Sammlung setzen sich führende Wissenschaftler aus den Bereichen Philosophie, Literaturtheorie und Kulturkritik mit Rancires Werk auseinander und beleuchten seine Originalität, Breite und Strenge sowie seinen Platz in aktuellen Debatten. Sie untersuchen auch die Beziehungen zwischen Rancire und den verschiedenen Autoren und Künstlern, die er analysiert hat, von Platon und Aristoteles bis hin zu Flaubert, Rossellini, Auerbach, Bourdieu und Deleuze.
Die Autoren dieser Sammlung erläutern nicht nur Rancires Projekt, sondern setzen sich auch aus ihrer eigenen Perspektive kritisch mit ihm auseinander. Sie befassen sich mit der Auseinandersetzung des Theoretikers mit der Geschichtsschreibung, mit institutionellen und narrativen Konstruktionen von Zeit und mit der Art und Weise, wie Individuen und Gemeinschaften das stören oder neu gestalten können, was er als "Verteilung des Sinnlichen" bezeichnet hat. Sie untersuchen seine einzigartige Auffassung von Politik als Störung der etablierten Verteilung von Körpern und Rollen in der sozialen Ordnung und erläutern seine neuartige Darstellung der Beziehung zwischen Ästhetik und Politik, indem sie seine scharfsinnigen Analysen von Literatur und bildender Kunst untersuchen. Im letzten Essay des Bandes geht Rancire auf einige der von den anderen Beiträgen aufgeworfenen Fragen ein und kehrt zu seinem Frühwerk zurück, um einen Rückblick auf die grundlegenden Anliegen seines Projekts zu geben.
Mitwirkende. Alain Badiou, Tienne Balibar, Bruno Bosteels, Yves Citton, Tom Conley, Solange Gunoun, Peter Hallward, Todd May, Eric Mchoulan, Giuseppina Mecchia, Jean-Luc Nancy, Andrew Parker, Jacques Rancire, Gabriel Rockhill, Kristin Ross, James Swenson, Rajeshwari Vallury, Philip Watts.