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Radical History & the Politics of Art
Gabriel Rockhill eröffnet einen neuen Raum, um die Beziehung zwischen Kunst und Politik neu zu überdenken. Anstatt die beiden Sphären als durch eine unüberwindbare Kluft getrennt oder durch eine privilegierte Brücke verbunden zu verstehen, zeigt Rockhill, dass Kunst und Politik keine festen Entitäten mit einer singulären Beziehung sind, sondern vielmehr dynamisch ausgehandelte, soziohistorische Praktiken mit sich verschiebenden und ungenauen Grenzen.
Radical History and the Politics of Art schlägt eine signifikante Abkehr von den bisherigen Debatten über das, was gemeinhin als „Kunst“ und „Politik“ bezeichnet wird, vor. Das Ergebnis ist ein beeindruckender Streifzug durch das Kraftfeld der Geschichte, in dem kulturelle Praktiken in ihrer sozialen und zeitlichen Dynamik minutiös analysiert werden, ohne ihnen eine konzeptionelle Einheit zu unterstellen.
Rockhill entwickelt dabei eine alternative Logik der Geschichte und des historischen Wandels sowie eine neuartige Darstellung sozialer Praktiken und eine multidimensionale Theorie des Handelns. Indem er sich mit einer Vielzahl intellektueller, künstlerischer und politischer Konstellationen auseinandersetzt, kartographiert er sorgfältig die verschiedenen Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Dimensionen ästhetischer und politischer Praktiken, die sich in präzisen Kampffeldern verflechten und manchmal verschmelzen.