Bewertung:

Die Rezensionen zu „Jakobs Zimmer“ von Virginia Woolf zeigen eine gemischte Aufnahme. Einige Leserinnen und Leser schätzen Woolfs poetische Prosa und ihren lebendigen Schreibstil, während andere das Buch als schwierig empfinden und es an Handlung und Charakterentwicklung mangelt. Es wurden auch Probleme mit dem Format des Buches und fehlende Inhalte in einigen Versionen festgestellt, was für manche zu einem frustrierenden Leseerlebnis führte.
Vorteile:⬤ Poetische Prosa und schöne Passagen.
⬤ Lebendiger und ausdrucksstarker Schreibstil.
⬤ Geschätzt für seine literarische Qualität als Klassiker.
⬤ Bietet eine lohnende Erfahrung für Leser, die Zeit und Geduld investieren.
⬤ Schwer und schwierig zu lesen, besonders in den letzten Kapiteln.
⬤ Mangel an klarer Handlung und Charaktertiefe, insbesondere bei den männlichen Figuren.
⬤ Ungewöhnliche Formatierung in einigen Ausgaben macht das Buch schwer lesbar.
⬤ Fehlende Inhalte in einigen Exemplaren, was zu Verwirrung führt.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Jacob's Room
Der Roman spielt im England der Vorkriegszeit. Er beginnt in Jacobs Kindheit und begleitet ihn durch das College in Cambridge und dann bis ins Erwachsenenalter.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive der Frauen in Jacobs Leben erzählt, darunter die verklemmte Clara Durrant aus der oberen Mittelschicht und die ungehemmte junge Kunststudentin Florinda, mit der er eine Affäre hat. Seine Zeit in London macht einen großen Teil der Geschichte aus, doch gegen Ende des Romans reist er nach Italien und dann nach Griechenland. Jacob stirbt schließlich im Krieg, und anstelle einer Beschreibung der Todesszene beschreibt Woolf das leere Zimmer, das er hinterlässt.
Der Roman unterscheidet sich von Woolfs früheren beiden Romanen, The Voyage Out (1915) und Night and Day (1919), die in ihrer Form konventioneller sind. Das Werk gilt als wichtiger Text der Moderne; seine experimentelle Form wird als Weiterentwicklung des innovativen Schreibstils gesehen, den Woolf in ihrer früheren Kurzgeschichtensammlung Monday or Tuesday (1919) vorgestellt hatte.