Bewertung:

Matthew Thiessens Buch „Jesus and the Forces of Death“ (Jesus und die Mächte des Todes) stellt eine gründliche Untersuchung der Beziehung Jesu zu den Reinheitsgesetzen dar und argumentiert, dass Jesus diese Gesetze nicht abschaffte, sondern sie vielmehr ernst nahm und erfüllte. Das Buch kontextualisiert die Handlungen Jesu innerhalb des rituellen Reinheitssystems und betont das Missverständnis vieler Theologen in Bezug auf die Beziehung Jesu zu diesem Gesetz. Es wird sowohl religiösen Führern als auch Laien empfohlen, die an einem tieferen Verständnis der Evangelien interessiert sind.
Vorteile:Das Buch wird wegen seiner Klarheit und aufschlussreichen Argumente hoch geschätzt. Es widerlegt wirkungsvoll die weit verbreiteten Missverständnisse darüber, dass Jesus das mosaische Gesetz ablehnte und zeigt stattdessen, dass er es ehrte. Der Text ist zugänglich und gut strukturiert und macht komplexe Themen verständlich. Die Leser finden es spannend und bahnbrechend und loben seine Fähigkeit, missverstandene Bereiche in Bezug auf Rituale und moralische Reinheit zu klären. Es ist besonders wertvoll für Geistliche und Theologiestudenten.
Nachteile:Einige Leser sind der Meinung, dass das Buch früher hätte geschrieben werden sollen, um lange bestehende Missverständnisse früher zu korrigieren. Andere könnten den Fokus auf rituelle Reinheit und ihren historischen Kontext als etwas nischenhaft oder herausfordernd empfinden, weil sie mit diesen Konzepten nicht vertraut sind.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Jesus and the Forces of Death: The Gospels' Portrayal of Ritual Impurity Within First-Century Judaism
Ernennung zum Sejong-Buch des Jahres 2021, Agentur zur Förderung der Publikationsindustrie in Korea (KPIPA)
2020 Center for Biblical Studies Book Award (New Testament Runner-Up)
"Völlig neu und innovativ, wichtig sowohl in exegetischer als auch in ethischer Hinsicht"-- Paula Fredriksen, Review of Biblical Literature.
Obwohl die meisten Menschen anerkennen, dass Jesus ein Jude des ersten Jahrhunderts war, wird er von den Auslegern der Evangelien oft als Gegner des jüdischen Gesetzes und der jüdischen Bräuche dargestellt - vor allem, wenn man seine zahlreichen Begegnungen mit den rituell Unreinen betrachtet. Matthew Thiessen korrigiert dieses populäre Missverständnis, indem er Jesus in das Judentum seiner Zeit einordnet. Thiessen zeigt, dass die Schreiber der Evangelien Jesus als Gegner der rituellen Unreinheit selbst darstellen, nicht als Gegner des jüdischen rituellen Reinheitssystems oder des jüdischen Gesetzes. Diese neue Interpretation bedeutender Passagen aus den Evangelien zeigt, dass Jesus während seines gesamten Lebens die Kräfte des Todes und der Unreinheit vernichtet und gleichzeitig das jüdische Gesetz aufrechterhält.