
Jews in the Gym: Judaism, Sports, and Athletics
Für manche mag die Verbindung zwischen Juden und Leichtathletik weit hergeholt erscheinen. Doch wie die vierzehn Kapitel dieses Bandes zeigen, haben Juden seit mehr als zweitausend Jahren Sport getrieben und darüber nachgedacht.
Die Artikel in diesem Band spannen einen weiten zeitlichen Bogen: von der hellenistischen Zeit (erstes Jahrhundert v. Chr.) bis zur jüngsten Basketball-Saison. Die Bandbreite der behandelten Sportler ist ebenso groß: von Teilnehmern an Spielen im römischen Stil bis hin zu Ringern, Boxern, Fechtern, Baseballspielern und Basketballstars.
Die Autoren dieser Aufsätze, von denen viele selbst aktiv Sport treiben, werfen eine Reihe interessanter Fragen auf, wie zum Beispiel: Welche unterschiedlichen Einstellungen zum Sport haben Juden in verschiedenen Epochen und Kulturen gezeigt? Ist es möglich, ein "guter Jude" und ein "großer Sportler" zu sein? In welchen Sportarten haben sich Juden hervorgetan, und warum? Wie haben Juden die Vorurteile der allgemeinen Bevölkerung gegenüber einer jüdischen Präsenz auf dem Sportplatz oder im Ring überwunden? Auf welche Weise hat die jüdische Beteiligung am Sport die Wahrnehmung von Juden als "gute Deutsche", "gute Ungarn", "gute Amerikaner" usw. gefördert oder nicht gefördert?
Dieser Band, der mit zahlreichen (zum Teil sehr seltenen) Abbildungen versehen ist, ist nicht nur für den allgemeinen Leser zugänglich, sondern enthält auch viele Informationen, die für Wissenschaftler in den Bereichen Judaistik, Amerikanistik und Sportgeschichte interessant sind.