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Commentary on the Psalms, 73-150
Dieser Band vervollständigt den Kommentar zu allen Psalmen, den Theodoret, Bischof von Kyrus, im Jahrzehnt vor dem Konzil von Chalkedon im Jahr 451 geschrieben hat, "ein Triumph der antiochenischen Theologie", wie J. N.
D. Kelly es ausdrückt. Das Werk trägt somit die Spuren der theologischen Strömungen jener Jahre, zumal Theodoret maßgeblich an der Einberufung des Konzils beteiligt war und in die christologischen und trinitarischen Debatten jener Zeit involviert war.
Theodorets Kommentarwerk bietet den Lesern einen großen geistlichen Klassiker, der zur christlichen Geistesbildung beigetragen hat und von bedeutenden Kommentatoren aus Antiochia und Alexandria im Osten und von Augustinus von Hippo im Westen beachtet wurde. Am Ende dieses Bandes erhebt Theodoret den bescheidenen Anspruch, seinen Lesern das Beste aus der Arbeit seiner Vorgänger (einschließlich der alexandrinischen Kommentatoren) zusammen mit seinen eigenen Einsichten in die "verborgenen Geheimnisse des Geistes" geboten zu haben.
Er schreibt als Lehrer, nicht als Prediger auf seiner Kanzel, mit dem einfachen Ziel, Unwissenheit zu vertreiben, da er besorgt ist, dass "diejenigen, die (den Psalter) täglich singen und die Worte mit dem Mund aussprechen, nicht nach der Kraft der den Worten zugrunde liegenden Ideen fragen"; seine Übersetzung respektiert die Prägnanz, die sich der Bischof als ein Ziel gesetzt hat, und sein anderer Grundsatz ist, den Text für sich selbst sprechen zu lassen. Theodoret erweist sich in diesem Werk als ein besonnener Kommentator und ausgewogener Vertreter der hermeneutischen und theologischen Grundsätze seiner Schule.