
Can the Democrats Win?
Seit Jahrzehnten bewegen sich die Mitte-Links-Parteien im Westen in wirtschaftlichen Fragen nach rechts. Sie haben sich auch weniger an die Arbeiterklasse gewandt und ihre Unterstützung unter den Wohlhabenden und Hochgebildeten vergrößert - was der Ökonom Thomas Piketty als „Brahmanen-Linke“ bezeichnet hat. “
Bis vor kurzem bildete die Demokratische Partei in den USA keine Ausnahme, was zu Vorwürfen von links und rechts führte, sie führe einen Kulturkampf auf Kosten der Wirtschaft. In dieser Ausgabe sagen die Politikwissenschaftler Jacob S. Hacker und Paul Pierson, dass dieser Trend vorbei ist: Die Demokraten haben entschieden mit der Politik von Bill Clinton und Barack Obama gebrochen.
Wie erklärt sich die „Kehrtwende“ der Demokraten in Sachen Wirtschaft, trotz ihrer wachsenden Abhängigkeit von wohlhabenden Wählern in den Vorstädten? Kann sie funktionieren - sowohl als wirtschaftliches Projekt als auch als Mittel zum Machtaufbau? Und was bedeutet dieser Wandel für die Zukunft der Partei - und einer Nation, die sich in einer demokratischen Krise befindet?
Hacker und Pierson leiten ein Forum mit Antworten von Jared Abbott, Larry Bartels, Bryce Covert, Ted Fertik & Tim Sahay, Heather Gautney, Lily Geismer, dem Abgeordneten Ro Khanna und Dorian Warren & Thomas Ogorzalek.
An anderer Stelle in dieser Ausgabe untersucht Barnett R. Rubin die Beziehung zwischen Zionismus und Kolonialismus - und was dies für eine politische Lösung in Israel und Palästina bedeutet (und was nicht). Wir sprechen mit dem palästinensisch-amerikanischen Dichter Fady Joudah und stellen zwei Gedichte vor, die er nach dem 7. Oktober geschrieben hat. Dazu kommen Essays über Walter Rodneys radikales Vermächtnis, Geopolitik inmitten des Krieges in Gaza und mehr.
Vollständige Liste der Mitwirkenden: Jacob S. Hacker und Paul Pierson leiten ein Forum mit Jared Abbott, Larry M. Bartels, Bryce Covert, Ted Fertik & Tim Sahay, Heather Gautney, Lily Geismer, Ro Khanna und Dorian Warren & Thomas Ogorzalek - sowie Arbeiten von Noaman G. Ali & Shozab Raza, Abena Ampofoa Asare, Rachel Ida Buff, Helena Cobban, Fady Joudah und Barnett R. Rubin.