Körper und Seele: Eine einfühlsame Geschichte des amerikanischen Spiritualismus

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Körper und Seele: Eine einfühlsame Geschichte des amerikanischen Spiritualismus (S. Cox Robert)

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Originaltitel:

Body and Soul: A Sympathetic History of American Spiritualism

Inhalt des Buches:

Als Produkt des "spirituellen Treibhauses" des Zweiten Großen Erwachens wurde der Spiritualismus in den 1850er Jahren zur am schnellsten wachsenden Religion der Nation und zu einer der wichtigsten Reaktionen auf die weit verbreitete Wahrnehmung, dass die amerikanische Gesellschaft in atomistische Partikularität abgleitet.

InKörper und Seele zeigt Robert Cox, wie der Spiritualismus versuchte, Sympathie in soziale Praxis umzuwandeln. Er vertrat die Ansicht, dass jedes Individuum, ob lebendig oder tot, sich in einem Affektgeflecht befand und dass durch die aktive Verbreitung dieser sympathischen Bindungen eine neue und kohärente Gesellschaft entstehen würde. Phänomene wie der spontane Somnambulismus und die sympathische Gemeinschaft mit den Toten - sei es durch S ance oder "Geisterfotografie" - waren Möglichkeiten, die Barrieren zu überwinden, die den amerikanischen "body politic" zergliederten, einschließlich der letzten Barriere, dem Tod. Indem er sich gleichermaßen auf soziale, okkulte und physiologische Register stützte, schuf der Spiritualismus eine einzigartige "soziale Physiologie", in der der Geist in den Körper und der Körper in die Gesellschaft integriert wurde, was die Spiritualisten zu irdischen Sozialreformen wie den Frauenrechten und der Bekämpfung der Sklaverei führte.

Die politischen und sozialen Ausdrucksformen der Spiritualisten waren jedoch von Anfang an weitaus vielfältiger, als dies bisher bekannt war, denn sie umfassten ausgeprägte Befürworter und Gegner der Sklaverei, und im Zuge der rassischen und politischen Veränderungen nach dem Bürgerkrieg begann die Bewegung zu zerbrechen. Cox zeichnet die letztendliche Auflösung des Spiritualismus anhand der Widersprüche seiner verschiedenen regionalen und rassischen Fraktionen und ihrer zunehmend eingeschränkten Reaktionen auf eine sich verändernde Welt nach. Am Ende, so schlussfolgert er, wurde die Geschichte des Spiritualismus in den Grenzen des Mitgefühls geschrieben und nicht in seinem grenzenlosen Potenzial.

Robert S. Cox ist Kurator für Manuskripte bei der American Philosophical Society.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780813940724
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch

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