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War: Antiquity and Its Legacy
Nach einer Schätzung haben die Menschen in den letzten 5.000 Jahren in vierundneunzig von hundert Jahren Kriege geführt. Trotz der radikalen Unterschiede in der Kriegsführung zwischen antiken und modernen Gesellschaften gibt es nach wie vor eine lineare Verbindung zu der Art und Weise, wie die griechisch-römischen Kulturen über den Krieg dachten - seine Durchführung, Ziele, Taktik und Ethik.
Am deutlichsten zeigt sich dies in den griechischen und lateinischen Ableitungen, die unsere Sprache des Krieges prägen - "Armee", "Militär", "Strategie". "Indem er scharfsinnige Analysen der Konfliktlogistik mit der Ethik des Krieges verbindet, bietet Alfred Bradford faszinierende Parallelen zwischen der Kriegsführung in der Antike und der heutigen Gesellschaft. Nach einer kurzen Einleitung, in der er die ersten Schlachtbeschreibungen der Griechen in der Ilias erörtert, skizziert Bradford die Veränderungen in der Kriegsführung von den frühesten Aufzeichnungen über den Untergang des Römischen Reiches bis hin zu den heutigen Kriegen der Terrorismusbekämpfung.
In der zweiten Hälfte des Buches wendet sich Bradford einer ganzheitlicheren Betrachtung der Kriegsforschung, der Kriegsberichterstattung und der Kriegsbilder zu und stützt sich dabei auf ein breites Spektrum von Texten und Bildern. Grundsätzlich zeigt Bradford, dass die Grundprinzipien der Kriegsführung trotz massiver Unterschiede in der Bewaffnung und Feuerkraft über Jahrtausende hinweg unverändert geblieben sind, und selbst wenn wir uns weiter von der Antike entfernen, wird der Krieg in der Neuzeit immer wieder von unseren griechischen und römischen Vorfahren beleuchtet.