Bewertung:

Das Buch bietet eine inspirierende Geschichte des Zen-Meisters Tosui Unkei und schildert seinen unkonventionellen Weg und seine Einsichten in die Zen-Praxis. Es spricht vor allem unabhängige und rebellische Sucher nach Erleuchtung an und bietet gleichzeitig einen historischen Kontext des Buddhismus in Japans Tokugawa-Zeit. Einige Rezensionen kritisieren die Geschichte jedoch als uninteressant und weisen darauf hin, dass Zen-Neulinge vielleicht andere Werke bevorzugen.
Vorteile:⬤ Inspirierende und schöne Erzählung für unabhängige Denker
⬤ präsentiert eine einzigartige Perspektive auf Zen
⬤ ausgezeichnete Übersetzung
⬤ historisch bedeutsam
⬤ enthält Humor und eine menschliche Geschichte der Entsagung.
⬤ Manche finden die Thematik uninteressant
⬤ als langweiliges Thema für Anfänger beschrieben
⬤ lange Lieferzeit
⬤ einfache Verpackung.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Letting Go: The Story of Zen Master Tosui
Unter den vielen exzentrischen Figuren des japanischen Zen gehört der Soto-Zen-Meister Tosui Unkei (gest. 1683) sicherlich zu den schillerndsten und extremsten.
Tosui, der oft mit Ryokan und Franz von Assisi verglichen wird, wurde als „der ursprüngliche Hippie“ bezeichnet. Nach vielen zermürbenden Jahren des Zen-Studiums und der Anerkennung durch einen angesehenen Lehrer verließ Tosui das religiöse Establishment und wurde zum Wanderer. Die fesselnden Details von Tosuis Leben wurden in der Hommage (Tosui osho densan) festgehalten, einem lebendigen und umgangssprachlichen Bericht, der von dem berühmten Gelehrten und Soto-Zen-Meister Menzan Zuiho verfasst wurde.
Menzan konzentriert sich auf Tosuis Jahre als Bettler und Arbeiter, erzählt Episoden aus einem unorthodoxen Leben und öffnet gleichzeitig ein neues Fenster zum Japan des 17. Der Tribut wird hier zum ersten Mal übersetzt und von Holzschnitten begleitet, die für die Originalausgabe von 1768 in Auftrag gegeben wurden.
Peter Haskels Einleitung stellt Tosui in den Kontext des japanischen Zen seiner Zeit - einer Zeit, in der sich die Identitäten der frühen modernen Zen-Schulen noch herausbildeten, und einer Zeit der spirituellen Krise für viele angesehene Mönche, die glaubten, dass die authentische Zen-Übertragung schon lange nicht mehr existierte. Ein biographischer Anhang bietet einen detaillierten Überblick über Tosuis Leben im Lichte der überlieferten vormodernen Quellen.