Bewertung:

Das Buch bietet einen gut recherchierten Bericht über General MacArthurs Neuguinea-Feldzug während des Zweiten Weltkriegs, der gründliche Einblicke in die strategischen, operativen und taktischen Aspekte des Konflikts gewährt. Die ausgewogene Darstellung von MacArthurs Führungsstil, der Bedeutung des Feldzugs und der Erfahrungen der Soldaten macht es zu einer informativen Lektüre für alle, die sich für Militärgeschichte interessieren.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und geschrieben
⬤ bietet eine gründliche Berichterstattung über einen wenig bekannten Feldzug
⬤ ausgewogene Betrachtung von MacArthurs Stärken und Schwächen
⬤ enthält eine detaillierte Analyse der Schlachten
⬤ aufschlussreiche Kommentare zu militärischer Strategie und Führung
⬤ fesselnd für Leser, die an den persönlichen Erfahrungen der Soldaten interessiert sind
⬤ enthält nützliche bibliografische und detaillierte Referenzen.
⬤ Den Karten mangelt es an Maßstab und detaillierten topografischen Informationen, was für Leser, die versuchen, die Geografie der Kampagnen zu verstehen, frustrierend sein kann
⬤ einige Leser wünschen sich mehr Fotos und Grafiken, um den Text zu ergänzen
⬤ für fortgeschrittene Leser ist die Berichterstattung möglicherweise nicht umfassend genug.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Macarthur's Jungle War: The 1944 New Guinea Campaign
Als General Douglas MacArthur im Zweiten Weltkrieg die alliierten Truppen in den Dschungel von Neuguinea führte, blickte er bereits voraus. Indem er die japanischen Streitkräfte auf dieser Insel erfolgreich überrumpelte, versetzte er seine Armeen in die Lage, sein persönliches Versprechen, die Philippinen zu befreien, einzulösen.
Der Neuguinea-Feldzug ist als einer von MacArthurs glänzenden Erfolgen in die Geschichte eingegangen. Jetzt hat Stephen Taaffe die endgültige Geschichte dieses Angriffs geschrieben und zeigt, warum er erfolgreich war und was er zur Gesamtstrategie gegen Japan beitrug. Sein Buch zeigt nicht nur, wie der Sieg durch eine Kombination aus Technologie, Taktik und Zusammenarbeit zwischen Armee und Marine errungen wurde, sondern auch, wie der Neuguinea-Feldzug die strategischen Differenzen verdeutlichte, die den Pazifikkrieg plagten, da viele hochrangige Offiziere ihn eher als Ablenkungstaktik denn als Schlüsseloffensive betrachteten.
MacArthurs Dschungelkrieg untersucht den strategischen Hintergrund und die einzelnen Operationen der Kampagne und beschreibt die enormen Herausforderungen, die der Dschungel- und Amphibienkrieg mit sich brachte. Vielleicht noch wichtiger ist, dass er eine ausgewogene Beurteilung von MacArthurs Führungsqualitäten und -beschränkungen bietet, die seine Abhängigkeit von vertrauten Schlachtplänen offenbart und die entscheidende Rolle aufzeigt, die seine Untergebenen für seinen Sieg gespielt haben. Taaffe erzählt, wie MacArthur die Schwierigkeiten des Neuguinea-Feldzugs meisterte, indem er seine ungeteilte Aufmerksamkeit auf das Erreichen der Philippinen richtete. Er legt auch offen, wie MacArthur häufig sowohl seine Vorgesetzten als auch die Öffentlichkeit täuschte, um seine eigene Agenda voranzutreiben, und untersucht Fehler, die der General später in größerem Umfang bis hin zum Koreakrieg wiederholen sollte.
MacArthurs Dschungelkrieg bietet Historikern eine analytischere Behandlung des Neuguinea-Feldzugs als frühere Werke und ist mit einem dramatischen Flair geschrieben, das Militärliebhabern gefallen wird. Indem er die Wechselwirkung zwischen amerikanischer Militärplanung, dienststellenübergreifender Politik, MacArthurs Generalität und amerikanischer Kriegsführung aufzeigt, sorgt Taaffes Darstellung für ein klareres Verständnis der amerikanischen Kriegsstrategie im Pazifik und zeigt, dass die Neuguinea-Offensive keine bloße Hinterlandangelegenheit war, sondern ein entscheidender Teil des Krieges gegen Japan.