Bewertung:

Das Buch „Mit dem Schwert in der einen und Jomini in der anderen Hand“ von Carol Reardon untersucht die militärische Denkweise der Befehlshaber der Union während des Amerikanischen Bürgerkriegs und untersucht den Einfluss der Theorien von Baron de Jomini auf ihre Strategien. Obwohl das Buch eine aufschlussreiche Analyse und einen historischen Kontext bietet, sind einige Leser der Meinung, dass es ihm an Tiefe in der Gefechtsanalyse mangelt und dass es einen etwas leichtgewichtigen Ansatz für sein Material bietet.
Vorteile:Das Buch ist hervorragend geschrieben und analysiert und bietet eine einzigartige Perspektive auf die Geschichte des Bürgerkriegs. Die Leserinnen und Leser schätzen Reardons Fähigkeit, historische Philosophie mit praktischen Beispielen und ihrem Wissen als Historikerin zu verbinden. Die Erforschung der menschlichen Seite des Krieges und die Debatten um die militärische Professionalität werden als wertvolle Beiträge angesehen.
Nachteile:Einige Leser fanden den Inhalt etwas oberflächlich oder es fehlte an einer detaillierten Analyse der tatsächlichen Kampfhandlungen und ihrer Beziehung zu Jominis Theorien. Kritisiert wurde auch eine vermeintliche politische Voreingenommenheit bei der Erörterung der psychologischen Auswirkungen des Krieges sowie der Eindruck, dass der Titel den Inhalt des Buches nicht richtig wiedergibt.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
With a Sword in One Hand & Jomini in the Other: The Problem of Military Thought in the Civil War North
Als der Bürgerkrieg begann, suchten Soldaten und Zivilisten aus dem Norden gleichermaßen nach einem Rahmen, der ihnen helfen sollte, das Chaos, das sich ihnen bot, zu verstehen. Viele wandten sich zunächst den klassischen europäischen Militärtexten aus der napoleonischen Ära zu, insbesondere Antoine Henri Jominis Zusammenfassung der Kriegskunst.
Wie Carol Reardon zeigt, war Jominis Werk nur eine Stimme in einem lebhaften und umstrittenen nationalen Diskurs darüber, wie der Norden den Krieg führen sollte, und das zu einer Zeit, als sich die Kriegsführung selbst rapide veränderte. Sie argumentiert, dass das Fehlen einer soliden intellektuellen Grundlage für die Kriegsführung zu Beginn des Krieges - oder gar eines Konsenses über die Notwendigkeit einer solchen Grundlage - letztlich zu der Länge und den Kosten des Konflikts beitrug. Reardon untersucht die große Fülle an neuen oder neu übersetzten militärischen Texten der Bürgerkriegsjahre, die diese intellektuelle Lücke füllen sollten, und stützt sich dabei auch auf die Ansichten der Soldaten und Zivilisten, die sich auf der Suche nach einer siegreichen Strategie an sie wandten.
Sie untersucht, wie die Debatten über die Grundsätze des militärischen Denkens in die Frage der Qualifikation der Offiziere einflossen, die mit der Führung der Armeen der Bürgerkriegsvölker des Nordens betraut wurden, und zeigt die Grenzen des militärischen Denkens des 19. Jahrhunderts im Umgang mit den menschlichen Elementen des Kampfes auf.