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Music Hall and Modernity: The Late-Victorian Discovery of Popular Culture
Die Entdeckung der Music Hall durch englische Intellektuelle im späten viktorianischen Zeitalter stellt einen entscheidenden Moment in der Geschichte der Populärkultur dar. Music Hall and Modernity zeigt, wie bahnbrechende Kulturkritiker wie Arthur Symons und Elizabeth Robins Pennell die Music Hall nutzten, um ihre berufliche Identität als Hüter des Geschmacks und des nationalen Wohls zu sichern und zu fördern. Diese sozialen Schiedsrichter waren gleichzeitig Anhänger der spontanen Kultur des „Volkes“.
Anhand der Belletristik von Walter Besant, Hall Caine und Henry Nevinson, der Aufführungskritik von William Archer und Max Beerbohm sowie der spätviktorianischen Kontroversen über Philanthropie und moralische Reformen argumentiert der Wissenschaftler Barry Faulk, dass der Diskurs über die Unterhaltung im Varieté dazu beitrug, die Identität und den Geschmack einer aufstrebenden professionellen Klasse zu festigen. Kritiker und Schriftsteller legitimierten und säuberten die Music Hall und ermöglichten gleichzeitig die Verhandlung von Fragen der Klasse, des Respekts und der Selbstbestimmung.
Music Hall and Modernity bietet ein komplexes Bild der neuen bürgerlichen Massenkultur des spätviktorianischen Londons und leistet einen Beitrag zur Forschung über den Urbanismus des 19. Jahrhunderts. Jahrhunderts. Das Buch wird auch für Wissenschaftler interessant sein, die sich mit der Entstehung einer professionellen Managerklasse und der Genealogie der Kulturwissenschaften beschäftigen.