Bewertung:

Das Buch untersucht alternative Ansätze für den Musikunterricht anhand einer Fallstudie in Großbritannien, wo Schüler ohne formellen Unterricht Instrumente spielen lernten. Es liefert aufschlussreiche Erkenntnisse, die die traditionellen Methoden des Musikunterrichts in Frage stellen und sich auf das informelle Lernen konzentrieren.
Vorteile:Aufschlussreiche Erkenntnisse aus Interviews, die den herkömmlichen Musikunterricht in Frage stellen, anwendbar auf Musiklehrer, gute Präsentation und fesselnder Inhalt.
Nachteile:Einige Leser könnten die Methoden der Studie als zu extrem für eine allgemeine Anwendung empfinden, und es gab kleinere Anmerkungen zum physischen Zustand einiger Exemplare.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Music, Informal Learning and the School: A New Classroom Pedagogy
Dieses bahnbrechende Buch zeigt, wie der Musikunterricht auf die informellen Lernpraktiken populärer Musiker zurückgreifen kann, um eine Reihe von musikalischen Fähigkeiten und Kenntnissen zu erkennen und zu fördern, die in der Musikausbildung lange Zeit übersehen wurden. Es wird untersucht, inwieweit informelle Lernpraktiken im Unterricht möglich und wünschenswert sind, wie sie sich auf den Erwerb von musikalischen Fähigkeiten und Kenntnissen bei jungen Teenagern auswirken und wie sie die Art und Weise verändern können, wie Schüler als kritische Zuhörer Musik hören, verstehen und schätzen - nicht nur in Bezug auf das, was sie bereits wissen, sondern darüber hinaus.
Untersucht werden die Motivation der Schüler für den Musikunterricht, ihre Autonomie als Lernende und ihre Fähigkeit, in Gruppen ohne Anleitung von Lehrern zusammenzuarbeiten. Es wird vorgeschlagen, wie wir das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für ihre eigene Musikalität wecken können, insbesondere bei denjenigen, die andernfalls von der Musikerziehung nicht erreicht werden könnten, und wie wir das Potenzial für musikalische Entwicklung und Teilhabe in ihre eigenen Hände legen können. Informelle Lernpraktiken in ein schulisches Umfeld zu bringen, ist für Lehrer eine Herausforderung.
Es kann mit ihren Vorstellungen von Professionalität in Konflikt geraten und scheint zuweilen den offiziellen Bildungsdiskursen, pädagogischen Methoden und Lehrplananforderungen zu widersprechen. Aber jeder Konflikt ist mehr Schein als Sein, denn dieses Buch zeigt, wie informelle Lernpraktiken neue, konstruktive Wege für das Verständnis und die Herangehensweise von Musiklehrern an ihre Arbeit eröffnen können.
Es bietet eine kritische Pädagogik für Musik, nicht als bloße Theorie, sondern als analytische Darstellung von Praktiken, die die Perspektiven der beteiligten Lehrer grundlegend beeinflusst haben. Durch seine fundierten Beispiele und die Diskussion alternativer Ansätze für die Arbeit im Klassenzimmer und die Beziehungen im Klassenzimmer reicht das Buch über die Musik hinaus bis zu anderen Lehrplanfächern und breiteren Debatten über Pädagogik und Lehrpläne.