Bewertung:

Virginia Woolfs „Night and Day“ erforscht die Komplexität der Liebe und die Entscheidungen, mit denen ihre Figuren konfrontiert werden, und reflektiert Themen wie Geschlechterrollen, gesellschaftliche Erwartungen und persönliche Wünsche, während es gleichzeitig Woolfs aufkeimenden Erzählstil zeigt. Das Buch hat gemischte Reaktionen hervorgerufen, wobei einige die Entwicklung der Charaktere lobten und andere das Tempo und den Stil kritisierten.
Vorteile:Das Buch wird für seine gut ausgearbeiteten Charaktere und seine reichhaltige, anschauliche Sprache gelobt, die tiefe Einblicke in menschliche Gefühle und gesellschaftliche Zusammenhänge bietet. Viele Rezensenten schätzen Woolfs Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau und ihren frühen feministischen Themen sowie die fesselnde Art der Erzählung, die zum philosophischen Nachdenken anregt.
Nachteile:Einige Leser empfinden das Tempo als langsam und wenig fesselnd, da es an einer traditionellen Entwicklung der Handlung fehlt. Der Schreibstil, der von Woolfs späterer Bewusstseinsstromtechnik abweicht, wird von einigen Fans als Nachteil empfunden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Beschwerden über die mangelhafte Herstellung bestimmter Ausgaben, bei denen die kleine Schrift zu Problemen bei der Lesbarkeit führt.
(basierend auf 78 Leserbewertungen)
Night and Day
Virginia Woolfs 1919 erschienener Roman „Night and Day“, ihr zweiter Roman, ist eine Untersuchung der Beziehungen der vier Hauptfiguren: Katharine Hilbery, Mary Datchet, Ralph Denham und William Rodney. Katherine Hilbery, die Enkelin eines bedeutenden Dichters, hat mit der Erwartung zu kämpfen, dass sie eine große Schriftstellerin wird.
Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Aussicht, entweder William Rodney zu heiraten, einen angehenden Dichter, der sie mit seinen mittelmäßigen Versen zu beeindrucken versucht, oder Ralph Denham, einen Anwalt, der gelegentlich Artikel von Katharines Vater veröffentlicht. Mary Datchet, eine Verfechterin des Frauenwahlrechts, ist die Figur, die die anderen Figuren des Romans oft aufsuchen, um ihr ihre wahren Gefühle in Bezug auf ihre eigene Liebe oder ihren Kummer zu gestehen. Woolfs „Night and Day“ ist eines ihrer traditionellsten Werke.
Zwar fehlt ihm das stilistische Flair, an das Fans ihrer späteren Werke gewöhnt sind, doch setzt es sich auf dramatische Weise mit den Themen Frauenwahlrecht und dem Kampf der Frauen in der modernen Gesellschaft um ein Gleichgewicht zwischen Liebe, Ehe und Berufung auseinander. Diese Ausgabe ist auf hochwertigem säurefreiem Papier gedruckt.